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Europakommunikation, Institutionen & Zukunftsdebatte

Nachgefragt bei… Dr. Volker Treier

Mit dem Format „Nachgefragt bei“ kommen regelmäßig europapolitische Stimmen in Form eines Kurzinterviews zu Wort. Heute heißt es: Nachgefragt bei… Dr. Volker Treier, Außenwirtschaftschef und Mitglied der Hauptgeschäftsführung des DIHK.

Foto: DIHK, Jens Schicke

Herr Treier, was umfasst Europäische Public Diplomacy und warum ist sie wichtig für deutsche Europapolitik?

„Für eine überwältigende Mehrheit der deutschen Unternehmen sind der EU-Binnenmarkt, die Währungsunion sowie die gemeinsame Handelspolitik das Fundament ihres wirtschaftlichen Handelns. Eine Europäische Public Diplomacy hat das Potenzial, den wirtschaftlichen Mehrwert, den die EU aus Sicht der deutschen Wirtschaft zweifelsohne bietet, überzeugend nach vorne zu stellen. Gerade in Zeiten stockender Globalisierung, Diskussionen um die Bekämpfung des Klimawandels sowie im Binnenmarkt noch offener Themen wie Finanzmarkt oder Energie ist Public Diplomacy wichtiger denn je.“

Wie können Verbände und Vereine wie der DIHK und die EBD zur Europäischen Public Diplomacy beitragen?

„Die Europäische Bewegung Deutschlands ist für den Wirtschaftsinteressensvertreter DIHK eine wichtige Plattform. Gemeinsam mit unseren in der EU angesiedelten deutschen Auslandshandelskammern können wir den Mehrwert, der Europa für uns bedeutet, artikulieren. Deutsche Unternehmen, die sich in EU-Ländern angesiedelt haben, sind Teil der Gesellschaft vor Ort und aufgrund ihrer ‚Herkunft‘ immer auch Brückenbauer ins jeweilige Land. Europa kann erklärt werden – und die EBD weiß wie! Somit kann dann zweitens ein Stück mehr Demokratie „mit Bodenhaftung“ gelebt werden, die die europäische Entscheidungsfindung greifbarer machen kann.“

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