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Bildung, Jugend, Kultur und Sport, Europäische Wertegemeinschaft

Neuer EBD-Vorstand stellt sich vor: Katrin Staffler im Interview

Der EBD-Vorstand ist wieder vollzählig: Auf der diesjährigen EBD-Mitgliederversammlung wählten die Delegierten der 249 Mitgliedsorganisationen für insgesamt sieben vakante Posten neue Mitglieder in das geschäftsführende Gremium der EBD. Hier stellen sich die neuen Vorstandsmitglieder vor.

Heute führen wir das Gespräch mit Katrin Staffler: die Bundestagsabgeordnete sitzt als ordentliches Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union. Sie vertritt die CSU im Vorstand der EBD.

Das geschäftsführende EBD-Gremium unter der Leitung von EBD-Präsidentin Dr. Linn Selle hat insgesamt 29 Mitglieder. Alle Vorstandsmitglieder stellt die EBD hier zusammen.


Liebe Frau Staffler, warum engagieren Sie sich bei der Europäischen Bewegung Deutschland?
Seit Beginn meines politischen Engagements habe ich mich der europäischen Idee verschrieben. Deshalb ist mir die Zusammenarbeit mit der Europäischen Bewegung Deutschlands eine besondere Freude und Ehre. Die Mitgliedschaft im Vorstand der EBD bietet mir außerdem die Möglichkeit, die europäische Integration zu fördern und besonders auch in Deutschland zu unterstützen.

Warum engagieren Sie sich für Europapolitik?
Die Frage wie man in turbulenten Zeiten, wie wir sie gerade erleben, die europäische Idee aufrecht erhalten und weiterentwickeln kann, treibt mich sehr um. Ich bin außerdem fest davon überzeugt, dass wir Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte und Frieden auf Dauer nur durch die europäische Idee gewährleisten können. Nichts kann mehr Wohlstand und Gerechtigkeit garantieren, als Europa. Es lohnt sich also, gemeinsam für die europäische Idee zu kämpfen!

Welche europapolitischen Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?
Als Bildungs- und Forschungspolitikerin interessiere ich mich natürlich vor allem für diese Themen. Indem wir die Forschung in Europa stärken, stärken wir auch Europas Innovations- und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Außerdem liegt es mir besonders am Herzen, junge Menschen für Europa zu begeistern. Daher setze ich mich dafür ein, dass Programme wie Erasmus+ weiterhin gefördert und ausgebaut werden, damit junge Menschen auch zukünftig überall in der EU lernen oder studieren können, ohne von Grenzen behindert zu werden.

Was bedeutet Europa für Sie?
Freiheit, aber auch ganz klar Sicherheit, Frieden und Wohlstand. Außerdem bedeutet für mich ein starkes Europa auch ein starkes Deutschland, weil für mich der Erfolg und die Zukunft Deutschlands untrennbar mit der Funktionsfähigkeit der Europäischen Union verbunden sind.

Was muss sich in Europa in den nächsten Jahren verändern?
Für ein starkes Europa müssen wir uns gegenseitig wieder stärker aneinander annähern und die Idee von Europa wieder für die Menschen erfahrbar machen. Entscheidungsprozesse müssen daher transparenter gestaltet werden. Außerdem müssen wir in zahlreichen Bereichen, wie in Sicherheitsfragen, viel stärker daran arbeiten, die Europäische Idee so weiterzuentwickeln, dass sie im Kleinen Luft zum Atem lässt, im Großen aber die gemeinsamen Probleme und Herausforderungen löst.

Was wünschen Sie sich für Europa?
Ich wünsche mir ein offenes, freies und stabiles Europa, ein Europa, das uns weiterhin eine Heimat gibt und gleichzeitig für Wohlstand und Sicherheit sorgt. Ich wünsche mir außerdem ein „nachhaltiges“ Europa. Europa darf keine Momentaufnahme sein, sondern muss auch so gebaut werden, dass es die Krisen der Zukunft besteht.

Was sind die größten Herausforderungen für Europa?
Heutzutage wird die europäische Idee durch verschiedene Gruppen angegriffen. Die Herausforderung besteht also darin, die europäische Idee aktiv zu schützen. Außerdem müssen wir, wie bereits erwähnt, den Menschen Europa wieder näher bringen und das was in Brüssel und Straßburg passiert und entschieden wird, besser erklären. Dies ist vor allem hinsichtlich der Verhandlungsergebnisse über die Besetzung der Spitze der Europäischen Kommission wichtiger denn je.

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