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Partizipation & Zivilgesellschaft

Neuer EBD-Vorstand stellt sich vor: Lina Furch im Interview

Der EBD-Vorstand ist wieder vollzählig: Auf der diesjährigen EBD-Mitgliederversammlung wählten die Delegierten der 249 Mitgliedsorganisationen für insgesamt sieben vakante Posten neue Mitglieder in das geschäftsführende Gremium der EBD. Hier stellen sich die neuen Vorstandsmitglieder vor.

Heute führen wir das Gespräch mit Lina Furch: sie ist stellvertretende Generalsekretärin der deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) und Leiterin der Abteilung Europa/Ausland sowie des Europabüros des Deutschen Städtetages. Zuvor war die Juristin als Europabeauftragte der Bundesstadt Bonn tätig.

Das geschäftsführende EBD-Gremium unter der Leitung von EBD-Präsidentin Dr. Linn Selle hat insgesamt 29 Mitglieder. Alle Vorstandsmitglieder stellt die EBD hier zusammen.


Liebe Frau Furch, warum engagieren Sie sich bei der Europäischen Bewegung Deutschland?
Die Europäische Bewegung Deutschland ist das Netzwerk europaaktiver und -begeisterter Akteure, die sich mit Überzeugung, großem Engagement und mit Herz für Europa einsetzen. Als Rat der Gemeinden und Regionen Europas unterstützen wir kommunale Partnerschaften und die Begegnung zwischen Menschen. Auf diese Weise setzen wir uns für Europa ein. Und auch mir ganz persönlich ist es eine Herzensangelegenheit, Europa zum Wohle der Menschen zu gestalten.

Warum engagieren Sie sich für Europapolitik?
Wir leben in einer Demokratie. Diese lebt davon, dass wir, das heißt jede und jeder Einzelne sich engagiert. Und ich möchte Europa mit gestalten.

Welche Europapolitischen Themen liegen Ihnen besonders am Herzen?
Partizipation und Teilhabe unserer Bürgerinnen und Bürger in Europa! Stärkung der kommunalen Ebene! Es ist die kommunale Ebene, die am nächsten an den Menschen ist. Hier wird Europa gelebt, hier spürt man die Auswirkungen europäischer Politik und hier entscheidet es sich auch, wie Menschen zu Europa stehen, welche Beziehung sie zu Europa aufbauen und ob Europa gelingt.

Was bedeutet Europa für Sie?
Europa ist Vielfalt. Europas ist Freiheit. Europa ist gelebte Solidarität. Eine Wertegemeinschaft, in der Konflikte trotz aller Differenzen friedlich gelöst werden. Europa sind wir alle. Und Europa ist ein Teil von mir.

Was muss sich in Europa in den nächsten Jahren verändern?
Europa muss an einem Strang ziehen und darf sich nicht weiter auseinander dividieren lassen. Es muss zu seinen Werten stehen und diese gegen Populisten und Nationalisten verteidigen. Es muss näher zu den Menschen kommen. Und Europa muss mutig die großen Herausforderungen unserer Zeit angehen.

Was wünschen Sie sich für Europa?
Ich wünsche mir begeisterte Menschen, die Europa mit Schwung, Ideen und Herz gestalten. Und ich wünsche mir ein „Wir-Gefühl“ für Europa.

Was sind die größten Herausforderung für Europa?
Die größte Herausforderung für Europa ist der Verlust von Glaubwürdigkeit und das Erstarken von Populisten und Nationalisten, die einzig auf die Zerstörung Europas aus sind.

Was möchten Sie in ihrer Vorstandszeit bewegen?
In meiner Vorstandszeit möchte ich die kommunalen Interessen und kommunalen Erfahrungen in die Verbandsarbeit einbringen. Ich möchte darauf hinwirken, dass die Stimme der Menschen in Europa gehört wird. Und ich möchte die Beziehung der Menschen zu Europa stärken.

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