Institutionen & Zukunftsdebatte, Umweltpolitik

Neuer finnischer Außenminister: Pekka Haavisto

Seit Donnerstag hat Finnland eine neue Regierung. Die Koalition auf fünf Parteien zeichnet sich durch viele Besonderheiten aus, unter Anderem wegen ihres neuen Außenministers der Grünen-Partei, Pekka Haavisto.

Haavisto fungierte von 1995 bis 1999 als Minister für Umwelt und Entwicklung und war damit der erste grüne Minister Europas und insgesamt erst der zweite weltweit. Weitere Regierungserfahrung sammelte er von 2013 bis 2014 als Minister für internationale Entwicklung. Der Politiker ist und war beruflich sowie ehrenamtlich auf europäischer Ebene als Friedensvermittler aktiv.  Von 2005 bis 2007 war er für die EU als Sonderbevollmächtigter an den Friedensgeprächen in Darfur, Sudan, beteiligt. Zudem ist er seit 2016 Präsident des Europäischen Friedensinstituts.

Für Europa ist der Posten des finnischen Außenministers besonders interessant, da Finnland im Juli die EU-Ratspräsidentschaft für sechs Monate übernehmen wird und diese von finnischer Seite aus maßgeblich über das Außenministerium geregelt werden. In diesem Zusammenhang unterstreicht der Posten eines grünen Außenministers noch einmal eines der wichtigsten Ziele der finnischen Ratspräsidentschaft: die Umwandlung des europäischen Binnenmarktes zu einem CO2-armen, nachhaltigen Wirtschafts- und Handelsraum. Des Weiteren möchte Finnland mit Blick auf das Programm „Digitales Europa“ die soziale Dimension der Digitalisierung mit der Aus- und Weiterbildung europäischer Arbeitnehmerinnen sowie die wirtschaftliche Ebene mit der Ausbildung eines digitalen Binnenmarktes angehen.