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  • 04.01.2012 - 09:12 GMT

Neuer Präsident der Europäischen Investitionsbank: Werner Hoyer

Werner Hoyer ist seit Jahresbeginn neuer Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Luxemburg. Der bisherige Europa-Staatsminister im Auswärtigen Amt folgt auf den Belgier Philippe Maystadt, der nach zwei Amtszeiten aus dem EIB-Direktorium ausscheidet. Der 60-jährige Hoyer ist der siebte Präsident der EIB seit ihrer Gründung 1958.

Der gebürtige Wuppertaler ist Diplom-Volkswirt und wurde an der Universität zu Köln zum Dr. rer. pol. promoviert. Dort begann Hoyer seine berufliche Laufbahn als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Wirtschaftlichen Staatswissenschaften und Lehrbeauftragter für Internationale Wirtschaftsbeziehungen, bevor er als Leiter des Bereichs Wirtschaft und Information zur Carl Duisberg Gesellschaft wechselte. Werner Hoyer wurde 1987 in den Bundestag gewählt; sein Mandat hat er zum Jahresende 2011 niedergelegt. 1993/94 war er Generalsekretär der FDP. Bereits in der letzten Regierung Helmut Kohls (1994 bis 1998) war Hoyer Staatsminister im Auswärtigen Amt.

Die EIB ist als EU-Finanzierungsinstrument zuständig für die Vergabe von Krediten und Bürgschaften mit Schwerpunkten auf Regionalentwicklung und Kohäsion, den Ausbau transeuropäischer Netze (TEN) und den Schutz der Umwelt. Eigentümer der Bank sind die EU-Mitgliedstaaten. Im neunköpfige Direktorium, dem Exekutivorgan der EIB, hat Deutschland als großer Anteilseigner der EIB einen ständigen Sitz. Matthias Kollatz-Ahnen, deutscher EIB-Vizepräsident seit 2006, hat seinen Rücktritt eingereicht.

Wer Hoyer als Staatsminister Europa im Auswärtigen Amt nachfolgt, steht noch nicht fest.

© Foto: EIB