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Neuer Präsident des Europäischen Rates: Charles Michel

„C’est un privilège de servir l’Union européenne“ – ein Privileg der EU dienen zu dürfen. Mit diesen Worten bedankte sich Charles Michel, der neue Präsident des Europäischen Rates, für das ihm entgegen gebrachte Vertrauen. Am 1. Dezember 2019 übernahm er sein Amt von seinem Vorgänger Donald Tusk.

Geboren 1975 im belgischen Namur, wuchs Michel unweit der europäischen Institutionen auf. Er studierte Rechtswissenschaften in Brüssel und nutzte den Erasmus Austausch, um in den Niederlanden neue Erfahrungen zu machen. Mit Erfolg – nach eigener Aussage kam er als Belgier nach Amsterdam und als Europäer zurück nach Brüssel.

Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er zunächst als Rechtsanwalt, bevor es Michel in die Politik zog. Erst als Abgeordneter im belgischen Parlament, dann als Minister für Inneres und das Öffentliche Amt der Region Wallonien, bevor er das belgische Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit anführte. Außerdem agierte er als Sprecher und später Vorsitzender seiner Partei ‚Mouvement Réformateur‘ und war lange Bürgermeister der Brüsseler Vorstadt Wavre. 2014 wurde er Premierminister Belgiens und war das Landesoberhaupt während der schweren Terrorakte in Brüssel 2016.

Jetzt ist er von seinem Posten entbunden worden und den kurzen Weg von Brüssel nach Europa gegangen, um den Rat der Staats- und Regierungschefs der EU vorzustehen. Damit führt Michel quasi die Familientradition weiter, denn bereits sein Vater wechselte aus der belgischen Regierung in die EU-Institutionen.

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