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Bildung, Jugend, Kultur & Sport

Planpolitik | Zukunftsvisionen für Jugendliche greifbar machen!

Von Annegret Schneider, Trainerin bei planpolitik.

Binnenmarkt plus, konzentrische Kreise, Multi-Speed-Europe – die Debatte um EU-Zukunftsszenarien ist äußerst spannend, wird aber zumeist unter ausgewiesenen EU-Expertinnen und -experten geführt. „Normalbürger/innen“ bleiben oft ratlos zurück, wenn die vier Grundfreiheiten gelobt, der mehrjährige Finanzrahmen verabschiedet oder der informelle Trilog kritisiert wird.

Annegret Schneider

Foto: planpolitik.

Eine schwierige Aufgabe für Institutionen der politischen Bildung: Wie kann man abstrakte Fragen zur EU greifbar machen, eine Meinungsbildung und wirkliche Auseinandersetzung ermöglichen, damit die weitere Diskussion um die Zukunft der EU kein Elitenprojekt bleibt?

planpolitik  hat sich dieser Herausforderung gestellt und ein zweitägiges Workshop-Konzept für Schüler/innen ab Klasse 10 entwickelt. Als Anbieter interaktiver Methoden greifen unsere Trainer/innen zurück auf einen Mix aus szenischen Rollenspielen, Planspiel, Ideenlabor und Kreativmethoden.

Zunächst nehmen die Schüler/innen die Perspektive von Personen mit unterschiedlichen europäischen Nationalitäten und Backgrounds ein. Sie erleben, inwieweit EU-Bürger/innen individuell und konkret von den gegenwärtigen Krisen und Problemen in Europa betroffen sind. Für diese Menschen die Zukunft zu gestalten – das ist die anschließende Aufgabe im Planspiel. Das Herzstück des Workshops simuliert einen Zukunftskonvent, auf dem die Teilnehmenden in der Rolle von EU-Politiker/innen konkrete Probleme lösen müssen. Im weiteren Verlauf bewerten sie den Konventsbeschluss aus ihrer persönlichen Sicht und entwickeln schließlich ihre eigene Vision für die EU 2025, die sie kreativ umsetzen.

So entstanden bei den bisherigen Workshops Gedichte, Filme, Songs und Plakate, die eine überwiegend positive Entwicklung der EU beschreiben. Diese Erfahrungen bestätigen eine verbreitete These: Die junge Generation ist eher pro-europäisch – es lohnt sich, die durch das Weißbuch angestoßene Debatte für sie zugänglich zu machen.

 

Das EBD Telegramm zur Zukunft der EU gibt einen Überblick über die Positionen der Mitgliedsorganisationen in Deutschlands größtem Netzwerk für Europapolitik. Zum Telegramm gelangen Sie hier.

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