Aktuelles > Regionale Europakommunikation im Superwahljahr | Austausch der EBD-Landeskomitees

Artikel Details:

Europakommunikation

Regionale Europakommunikation im Superwahljahr | Austausch der EBD-Landeskomitees

Neue Wege der Zusammenarbeit suchen die Europäische Bewegung Deutschland (EBD) und die Europäischen Bewegungen in den Ländern. Mit diesem Ziel fand auf Initiative von Harald Baumann-Hasske (Europäische Bewegung Sachsen e.V.), der die Landeskomitees im EBD-Vorstand vertritt, erstmals eine virtuelle Konsultation vor der Vorstandssitzung statt. Und auch die Agenda prägte mit der Konferenz zur Zukunft Europas (CoFoE) ein Thema, das neue Möglichkeiten der Europakommunikation auf regionaler Ebene schaffen könnte.

Zum aktuellen Stand der Zukunftskonferenz und der Rolle, die die EBD und ihre Mitgliedsorganisationen bei der Umsetzung spielen können, berichtete der Referent Europapolitik, Markus Vennewald. Um zu verhindern, dass die CoFoE nicht nur ein konsequenzloser Bürgerdialog oder eine Brüssel-interne Diskussion bleibt, sei eine breite gesellschaftliche Debatte zur Zukunft Europas nötig. Dabei brauche es regionale Partnerinnen und Partner auf Ebene der deutschen Länder, um die Debatte in die Breite der Gesellschaft zu tragen. Die Landeskomitees bieten sich als Foren an, wo Informationen über und aus der Zukunftskonferenz geteilt und regionale Dialogformate organisiert werden könnten. Die Konferenz zur Zukunft Europas bietet eine Chance für regionale Europakommunikation, darin war sich die Runde einig. Organisationen wie die Europäische Bewegung Schleswig-Holstein sind als Betreiber von Europe Direct-Informationszentren auch offizielle Multiplikatoren zur CoFoE. Derzeit fehlten aber noch Informationen zu Zielen, Zielgruppen und Inhalten der Zukunftskonferenz. Wichtigste offene Fragen aus Sicht der EBD sind die Zusammensetzung der Zukunftskonferenz und eine Selbstverpflichtung der EU-Institutionen, dass die Empfehlungen in sichtbare Reform, einschließlich mögliche EU-Vertragsänderungen, umgesetzt werden. Beim Treffen wurde ein enger Informationsaustausch und Kooperation, sobald die Planungen zur CoFoE abgeschlossen sind, vereinbart.

Jenseits der Zukunftskonferenz bietet das Superwahljahr neue Chancen für die Zusammenarbeit der EBD mit ihren ganz unterschiedlich aufgestellten regionalen Organisationen. Wie der Verein in Berlin den Auf- oder Ausbau von politischen und kommunikativen Aktivitäten adressieren und eine Europäisierung der Wahlkämpfe unterstützen kann, war Thema der anschließenden Diskussion. Basis bildete ein Konzeptpapier zur Zusammenarbeit mit den Landesorganisationen, das der EBD-Vorstand vor Beginn des Lockdowns diskutierte und das nun aktualisiert und gemeinsam umgesetzt werden soll. Wie kann die EBD den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden und gleichzeitig das Auseinanderdriften der Organisationen verhindern? Das war eine Kernfrage der Diskussion. Beschlossen wurde, für den Juni-Vorstand ein Follow-up des Konzeptes einzubringen, das bei der kommenden Sitzung der Landeskomitees erneut diskutiert werden soll. 

keine Kommentare

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Abbrechen