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Wirtschaft & Finanzen

DSGV: Finanzvermittler sollten von BaFin beaufsichtigt werden

Für eine einheitliche Aufsicht aller Finanzvermittler in Deutschland durch die BaFin hat sich der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, heute ausgesprochen: „Wir brauchen zum Schutz der Kunden eine fachkundige Kontrolle, die es den zahlreichen Blendern in der Branche schwerer macht“, so Fahrenschon, anlässlich der Anteilseignerversammlung der DekaBank heute in Düsseldorf.

Einer Studie im Auftrag der Stiftung Warentest zufolge entstünden jährlich 30 Milliarden Euro Schaden durch Investitionen in den grauen Kapitalmarkt. „Statt hohe und unrealistische Renditeversprechen zu machen, muss sichergestellt werden, dass die Beratung qualitativ hochwertig ist und allen Bevölkerungsgruppen in gleicher Weise zur Verfügung steht. Das stellen die Sparkassen in Deutschland sicher“, so Fahrenschon.

In diesem Zusammenhang kritisierte Fahrenschon die Vorstöße der EU-Kommission zur Honorarberatung: „Die zwangsweise Einführung einer honorarbasierten Beratung würde einen Großteil der Bevölkerung ausschließen. Das ist unsozial.“ Der DSGV-Präsident wies darauf hin, dass das jetzige System es den Sparkassen ermögliche, alle Kunden gut zu beraten. 80 Prozent der Beratungsgespräche dauerten in Deutschlands führender Finanzgruppe mehr als 45 Minuten. „Da wird intensiv beraten und informiert, unabhängig von einem eventuellen Verkaufsabschluss.“

 

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