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SOLWODI zum 5. Europäischen Tag gegen Menschenhandel

Zum 5. Europäischen Tag gegen Menschenhandel am 18. Oktober erklärt die Vorsitzende von SOLWODI – Solidarität mit Frauen in Not – Schwester Dr. Lea Ackermann

Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung hat ein unerträgliches Ausmaß angenommen. Es entstehen immer mehr Stätten, auch innerhalb von Mietwohnungen und im Bereich Wellness, in denen Frauen feilgeboten werden. Viele von ihnen geraten aus der Armut heraus in die Fänge von Verbrechern.
Die EU-Kommissarin Cecilia Malmström hat vollkommen Recht, wenn sie diese Ausbeutung von Frauen und Mädchen als „moderne Sklaverei“ bezeichnet.
Jährlich werden schätzungsweise mehrere hunderttausend Menschen in die EU beziehungsweise innerhalb der EU verschleppt. Es ist wichtig, dass es diesen Europäischen Tag gegen Menschenhandel gibt. Allerdings sollten wir nicht nur an diesem Tag daran denken, sondern strategisch darüber nachchdenken, wie wir diese unerträgliche Situation langfristig verändern können. Menschenhandel zieht eine Unmenge an Folgekosten nach sich. Frauen werden traumatisiert und können ihr Potenzial für die Gesellschaft nicht entfalten. Das Thema gehört deshalb ganz oben auf die politische Agenda. Ab sofort.

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