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Institutionen & Zukunftsdebatte

Stiftung Genshagen | Deutschland braucht eine Post-Corona-Vision – für sich und für Europa

Wie haben die Staaten des Weimarer Dreiecks auf die Coronakrise reagiert? Und welche Lösungen zu deren Bewältigung schlagen sie vor? Diesen Fragen geht der erste Teil der Serie von wöchentlichen Kurzpublikationen der Stiftung Genshagen unter dem Titel „Acting European? The European Union and the Weimar Triangle in the Coronavirus Crisis“ nach. Nachdem die ersten Beiträge den Blick nach Warschau und Paris richteten, steht nunmehr Deutschlands innerstaatliche und europäische Antwort auf die Coronakrise im Fokus.

Wie in anderen europäischen Staaten fiel Deutschlands anfängliche Reaktion auf die Verbreitung des Coronavirus zögerlich aus – auch als es darauf ankam, Solidarität mit seinen EU-Partnern zu zeigen. Mitte März erfolgte jedoch ein entscheidender Kurswechsel. Über das unmittelbare Krisenmanagement hinaus, schreibt Cornelius Adebahr in seiner Kurzanalyse „Beyond European crisis-management – Germany needs a post-corona vision“, braucht es jedoch auch eine klare Vorstellung, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen angestoßen werden müssen, um die Folgen der Pandemie dauerhaft zu bewältigen. Dies ist nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene der Fall. Während Deutschlands sechsmonatiger EU-Ratspräsidentschaft geht es um nichts weniger, als den Zusammenhalt der Union zu sichern. Damit dies gelingen kann, muss Deutschland eine überzeugende Vision eines grünen und digitalen Post-Corona-Europas vorlegen.

Die Serie „Acting European? The European Union and the Weimar Triangle in the Coronavirus Crisis“ beleuchtet aktuelle Reaktionen und neue Politikansätze in der Bewältigung der Coronakrise und ihrer Auswirkungen. Die Kurzpublikationen des ersten Teils der Serie sind den nationalen Reaktionen Frankreichs, Polens und Deutschlands gewidmet. Sie gehen der Frage nach, wie sich deren Zusammenarbeit in der gegenwärtigen Krise gestaltet und welche europäischen Lösungsansätze Paris, Berlin und Warschau verfolgen. Die Publikationen des zweiten Teils nehmen die EU-Ebene in den Blick und untersuchen die Auswirkungen der Coronakrise auf zentrale Aspekte europäischer Integration – wie Souveränität, Solidarität und Freiheit(en) – innerhalb der Union und über ihre Grenzen hinaus.

Die Serie umfasst zehn kurze Analysen, die zwischen Mai und Juli 2020 erscheinen. Der vierte Beitrag „Beyond European crisis-management – Germany needs a post-corona vision“ von Cornelius Adebahr steht – wie alle weiteren Papiere der Serie – auf der Website der Stiftung Genshagen zum Download zur Verfügung.