Aktuelles > Tobi Köck: Bessere Bahn- und Jugendpolitik statt #FreeInterRail-Aktionismus

Artikel Details:

Bildung, Jugend, Kultur und Sport, Partizipation & Zivilgesellschaft

Tobi Köck: Bessere Bahn- und Jugendpolitik statt #FreeInterRail-Aktionismus

Die Europäische Kommission hat gestern eine Initiative vorgestellt, „die das Lernen und die Mobilität junger Menschen in Europa noch weiter fördern soll“. Ausgangspunkt war zunächst ein von vielen Aktivisten und Europapolitikern gefordertes #FreeInterRail-Ticket für alle, das nach Medienberichten 2,5 Milliarden Euro kosten dürfte, für das der EU-Haushalt aber wenig Raum bietet.

Der im EBD-Vorstand den Deutschen Bundesjugendring vertretende Tobias Köck erklärt hierzu:

„Die Jugend ist die europafreundlichste Generation. Insofern ist schon das Grundanliegen problematisch, über ein InterRail-Ticket die Europafreundlichkeit zu fördern. Da bräuchten andere Generationen mehr Nachhilfe. Ein freies Interrail-Ticket wäre dennoch nett. Doch damit den Mini-Bildungshaushalt der EU zu belasten, ist diplomatisch gesagt nur gut gemeint. Stattdessen sollten die Mitgliedstaaten den EU-Haushalt mit mehr Mitteln für nachhaltige Jugendpolitik und funktionierende transeuropäische Bahnnetze ausstatten, die sich die Menschen leisten können. Dazu müsste man jetzt die nationalen Regierungen lobbyieren und nicht wie üblich die EU-Kommission bashen.“

Die EBD-Bildungspolitik legt Wert auf einen breiten Ansatz: „Europa vermittelt sich nicht von selbst: Ein Ausbau von Bildungs-, Begegnungs- und Beteiligungsangeboten für alle Generationen ist unbedingt notwendig. Ein lebendiges Europa und bürgerliches Engagement für Menschenrechte und gegen Fremdenfeindlichkeit setzen voraus, dass Jugendliche und Erwachsene Erfahrungen in demokratischen Prozessen sammeln können.“

Über die EBD-Politik 2016/17:

Zwölf konkrete Forderungen für die Fortentwicklung der europäischen Integration und der deutschen Europapolitik hat die EBD-Mitgliederversammlung am 27. Juni 2016 beschlossen. Die Stärkung von Pluralismus, Demokratie, Transparenz und Partizipation zieht sich als roter Faden durch das politische Programm der EBD für das kommende Jahr. Der Verabschiedung der politischen Forderungen vorausgegangen ist ein mehrmonatiger Konsultationsprozess innerhalb der Mitgliederschaft, der vom Jugendverein bis zum Wirtschaftsverband alle gesellschaftlichen Kräfte beteiligte.

keine Kommentare

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Abbrechen