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Umweltpolitik

UFOP | CO2-Ausstoß nur in wenigen Ländern rückläufig

Klimakonferenz COP 26 in Glasgow – marschiert die EU allein voran?

Die Europäische Union werde ihrer Vorreiterrolle beim Klimaschutz gerecht und müsse daher den Klimaschutz international vorantreiben. Dies bekräftigt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) und verweist auf den im Vergleich zu 1990 um 25 % verringerten CO2-Ausstoß der EU. Gleichzeitig sei der Treibhausgasausstoß in China, Indien und Indonesien um mehr als 24 % gestiegen. Unter diesen Vorzeichen findet die nächste Weltklimakonferenz (COP 26) Ende 2021 in Glasgow statt. Die UFOP fordert, dass die Unterzeichnerstaaten des Klimaabkommens von Paris nun ihre Klimaschutzstrategien bis 2050 vorlegen müssen. Dem Klimaschutz laufe die Zeit davon.

Die UFOP stellt fest, dass sich der in den Jahren 2017 und 2018 beobachtete Anstieg der weltweiten fossilen CO2-Emissionen auch im Jahr 2019 fortgesetzt hat, jedoch mit geringerer Wachstumsrate. Die Emissionsdatenbank der EU-Kommission für die globale Atmosphärenforschung EDGAR bestätigt, dass die EU und Russland die einzigen Industrieregionen waren, deren CO2-Emissionen mit rund 25 % deutlich unter den Werten von 1990 liegen. Im gleichen Zeitraum stiegen in den USA und Japan die CO2-Emissionen um 0,8 % bzw. 0,4 %, während Schwellenländer wie China und Indien aufgrund ihrer raschen Industrialisierung in den letzten zwei Jahrzehnten 3,8- bzw. 3,3-mal mehr CO2 als 1990 in die Atmosphäre freisetzten. Die Datenbank berücksichtigt allerdings nur die globalen fossilen CO2-Emissionen aus anthropogenen Aktivitäten, also durch den Verbrauch von Brennstoffen wie Erdöl, Kohle oder Erdgas. CO2-Emmissionen aus Biomasseverbrennung, Landnutzungsänderung (Urwaldrodung/Grünlandumbruch, Methan-Freisetzung aus Permafrostböden) und Forstwirtschaft werden nicht berücksichtigt.

Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben die globalen Treibhausgasemissionen im Vergleich zu den drei Jahrzehnten zuvor zugenommen, hauptsächlich aufgrund des Anstiegs der CO2-Emissionen in Schwellenländern. Die jüngsten Schätzungen von EDGAR bestätigen auch für 2019 eine Fortsetzung dieses Trends, wobei die globalen anthropogenen fossilen CO2-Emissionen gegenüber 2018 um 0,9 % zunahmen und ein Volumen von global 38 Gigatonnen CO2eq erreichten.

Die weltweit größten CO2-Emittenten China, USA, Indien, EU-27+VK, Russland und Japan hatten 2019 einen Anteil von 51 % an der Weltbevölkerung und von 62,5 % des globalen Bruttoinlandsprodukts. Gleichzeitig zeichneten sie für 62 % des gesamten globalen Verbrauchs fossiler Brennstoffe und für 67 % der globalen fossilen CO2-Emissionen verantwortlich. Die Treibhausgasemissionen aus diesen Ländern zeigen 2019 unterschiedliche Entwicklungen im Vergleich zum Vorjahr. Die größten Steigerungen verzeichneten China und Indien, während mit 3,8 % der größte Rückgang für die EU-27+VK ermittelt wurde.

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