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Umweltpolitik

VCI | ETS-Revision: Umweltausschuss erschwert Chemie-Transformation

Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments legt morgen seine Positionen zur Revision der Emissionshandelsrichtlinie und dem damit verbundenen CO2-Grenzausgleichsmechanismus fest.

Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), befürchtet eine weitere Verschlechterung der Investitionsbedingungen am Industriestandort Europa, wenn sich die Sicht des Umweltausschusses im weiteren Gesetzgebungsverfahren durchsetzt. Sie würde zu einer unverhältnismäßigen Belastung der chemischen Industrie führen und damit ihre Transformation erschweren, kritisiert der VCI.

Große Entrup: „Sollte die Position des Parlaments unverändert in die finale EU-Richtlinie eingehen, droht statt einer klimaneutralen europäischen Industrie ein klimaneutrales Europa ohne Industrie.“ Das Auslaufen von kostenlosen CO2-Zertifikaten, eine massive Verschärfung des Reduktionsziels für Emissionen und die angestrebte Aufnahme einer Vielzahl chemischer Stoffe in einen unausgereiften Grenzausgleichsmechanismus sei als Kombination für die Industrie nicht zu schultern, betont der VCI-Hauptgeschäftsführer. Der Umweltausschuss blende die unsichere geopolitische Lage und die massiv gestiegenen Energiekosten für die Unternehmen komplett aus. Er verschärfe so die Produktionsbedingungen für diejenige Industrie, die die grüne Transformation erst möglich mache.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) vertritt die Interessen von rund 1.900 Unternehmen aus der chemisch-pharmazeutischen Industrie und chemienaher Wirtschaftszweige gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2021 setzten die Mitgliedsunternehmen des VCI rund 220 Milliarden Euro um und beschäftigten über 530.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.