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VCI | Für mehr Klimaschutz: den Weg ebnen für erneuerbare Energien

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in ihrer Rede zur Lage der EU den Kampf gegen den Klimawandel als wichtige Priorität bekräftigt. Treibhausgasneutralität sei das zentrale Ziel, das auch mithilfe des EU-Wiederaufbaufonds erreicht werden soll. Wolfgang Große Entrup, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), sagt dazu:

„Die chemisch-pharmazeutische Industrie arbeitet intensiv an der Transformation zur Treibhausgasneutralität. Das Ziel ist klar, aber mit derzeitigem Tempo werden wir es nicht erreichen. Die Politik muss jetzt schnellstmöglich den Weg ebnen. Wir brauchen zügig europaweit Vorfahrt für Innovationen und Volldampf für erneuerbare Energien. Preiswerter Grünstrom ist aktiver Klimaschutz.“

Mehr Strom für weniger CO2

Eine treibhausgasneutrale chemische Industrie ist nur möglich, wenn ihr in Zukunft riesige Mengen erneuerbaren Stroms zu wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung stehen. Die EU muss dazu die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Große Entrup: „Die EU-Kommission muss sich im ersten Schritt zur Formel ‚mehr Strom für weniger CO2‘bekennen. Ein Energieeinsparziel ist kontraproduktiv und verhindert Investitionen in Klimaschutz. Klimaneutrale Technologien, zum Beispiel wasserstoffbasierte, brauchen oft mehr Energie als fossilbasierte Technologien.“

Chemie braucht für Transformation Chemikalienvielfalt

Damit die forschungsintensive Chemie- und Pharmaindustrie ihre Transformation zur Klimaneutralität effektiv vorantreiben kann, so der VCI, dürfen zudem die geplanten Reformen im Chemikalienrecht im Rahmen der EU-Chemikalienstrategie nicht innovationshemmend umgesetzt werden. Große Entrup: „Sollte die Chemikalienstrategie wie angekündigt vollzogen werden, wird sich die Zahl verfügbarer Chemikalien in Europa deutlich verringern. Wir brauchen aber unseren gesamten Stoffbaukasten, damit wir in Zukunft weiterhin zu Sprüngen in der technologischen Entwicklung ansetzen können.“