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Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaft und Finanzen

VCI | Neue Chance auf ein geregeltes Abkommen

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben auf ihrem Gipfel in Brüssel mit einem Doppelbeschluss ermöglicht, den Brexit bis maximal auf den 22. Mai zu verschieben. Voraussetzung ist, dass das britische Unterhaus bis spätestens 12. April dem Ausstiegsvertrag zustimmt. Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), sagt zu der Entscheidung des Europäischen Rates: „Die chemische Industrie begrüßt den Beschluss der EU. Der Aufschub eröffnet eine neue Chance, das Schreckgespenst des harten Brexit zu bannen und sich doch noch auf ein gemeinsames Abkommen zu einigen. Beim Szenario „No-Deal“ verlieren beide Seiten, auch wenn unsere Unternehmen umfassende Vorbereitungen für diesen Fall getroffen haben. Dauerhafte Planungssicherheit für die Branche bringt nur ein geregelter Austritt der Briten, der mit einer Übergangsphase Raum für die Umsetzung von gezielten Anpassungsmaßnahmen ermöglicht.“

Da die Gesetzgebung für chemische Stoffe und Produkte weitgehend europäisch harmonisiert ist, hätte ein ungeordneter Brexit erhebliche Nachteile für die chemisch-pharmazeutische Industrie. Bei einem Zusammenbrechen der Lieferketten würde der Schaden weit über die Branche hinausreichen.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2018 rund 204 Milliarden Euro um und beschäftigte 462.000 Mitarbeiter.

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