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VDS: Italiens Webauftritt zur EU-Ratspräsidentschaft nur auf Englisch und Italienisch

Italien, das die EU-Ratspräsidentschaft am 1. Juli von Griechenland übernehmen wird, will die dazugehörigen Internetseiten in keine weiteren EU-Amtssprachen übersetzen als in das Englische. Begründet wurde dieser Schritt mit Kosteneinsparungen.

„Das ist peinlich für Italien, denn selbst der griechische Ratsvorsitz präsentiert sich gegenwärtig viersprachig“, kommentierte Dr. Dietrich Voslamber, Vorstandsmitglied des Vereins Deutsche Sprache e.V., die Ankündigung. „Angesichts des wachsenden Anteils der Europakritiker im Europäischen Parlament sollte die EU alles tun, um die Bürger nicht auch noch sprachlich von ihren politischen Einrichtungen zu entfremden.“Voslamber kündigte an, bei der italienischen Regierung gegen die sprachliche Benachteiligung zu protestieren und forderte auch die Bundesregierung dazu auf.
In der Vergangenheit haben alle EU-Ratspräsidentschaften mehrsprachige Webseiten angeboten. Das Sprachangebot umfasste schon seit vielen Jahren immer die jeweilige Sprache des Landes, das den Ratsvorsitz innehatte, sowie Englisch, Französisch und Deutsch.
Es gibt derzeit in der Europäischen Union insgesamt 24 Amtssprachen; Deutsch, Englisch und Französisch gelten als die Arbeitssprachen. Der VDS setzt sich dafür ein, dass die EU-Einrichtungen das Deutsche als Arbeitssprache stärker wahrnehmen.

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