Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaft und Finanzen

VDZ zum Urheberrecht

Der VDZ und seine Mitgliedsverlage setzen sich auf allen Kanälen für die Reform des EU-Urheberrechts ein – und gegen das aus Monopolgewinnen gespeiste Lobbying: Google & Co. bekämpfen den Abstimmungserfolg im EU-Parlament für das geistige Eigentum vom 12. September härter denn je.

Die europäischen Verlegerverbände appellieren daher eindringlich an die Trilog-Verhandlungen zum Publishers‘ Right: „News publishing in Europe is diverse in content, opinion, culture, language and special interests. We all value the incredible diversity of our independent press and its role in our democracy. However, without a workable Publisher’s Neighbouring Right, we will only see the world through the Google lens.“

Unterstützung für die Verlage kommt unter anderem auch von Staatsministerin für Kultur und Medien Monika Grütters, die sich Mitte November bei einer Urheberrechtsfachkonferenz deutlich für die EU-Reform und damit für das Leistungsschutzrecht aussprach: „‚Kultur für alle!‘ heißt noch lange nicht: ‚Kultur umsonst für alle!‘ – wenn ich an die im Netz weit verbreitete Gratismentalität denke“, sagte Grütters. „Es ist wichtig, dass wir uns auf europäischer Ebene noch stärker als bisher für die Unabhängigkeit der Presse und für mediale Vielfalt einsetzen, nicht zuletzt in Anbetracht der Gefahren, die Desinformation für die Demokratie darstellt – um nichts weniger geht es! Zur Finanzierung journalistischer Qualität unter den Bedingungen der Digitalisierung hilft ein eigenes Leistungsschutzrecht Presseverlegern bei der praktischen Durchsetzung ihrer Rechte. Sie können ihre Inhalte auf der Grundlage des Exklusivrechts lizenzieren und unberechtigte Nutzungen ihrer Inhalte verhindern.“

In den vergangenen beiden Wochen hat sich viel in der (Zeitschriften-)Branche getan. Um nicht den Überblick zu verlieren, gibt es in dem aktuellen Newsletter 15 neue Zuständigkeiten, neue Aufgaben und neue Köpfe: www.vdz.de/Köpfe-Der-Branche.