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Bildung, Jugend, Kultur und Sport

VEJ | Aufruf der European Journalists zur Europawahl 2019 | Europa braucht die Stimme der Jugend !

Die Wahlen zum Europaparlament Ende Mai sind die wichtigsten europäischen Wahlen, die wir je hatten. Es geht darum,
-ob die EU in Zukunft handlungs- und entscheidungsfähig bleibt,
-ob die Bildung der nächsten EU-Kommission aus der demokratischen Mitte des Europa-parlaments gelingt und legitimiert ist,
-ob Kooperation, Kompromissbereitschaft und Verständigung oder ob Populismus, Nationalismus und Ausgrenzung die politische Agenda bestimmen.

Es darf sich nicht wiederholen, was wir im Vereinigten Königreich beim Brexit-Referendum erlebt haben: Dass Pro-Europäer der Abstimmung kaum Beachtung schenken und die Europagegner geschlossen an die Urne gehen. Damals hat die Jugend zu spät auf London’s Straßen protestiert. Da hatte eine knappe Mehrheit bereits für den Brexit gestimmt. Das darf vom 23. bis 26. Mai nicht passieren! Deshalb fordern die European Journalists (EJ) die europäische Jugend – und insbesondere die Erstwähler/innen – auf, zur Wahl zu gehen und proeuropäischen Parteien ihre Stimme zu geben. Infos zur Wahl: http://www.diesmalwaehleich.eu oder https://what-europe-does-for-me.eu/de/portal

Diese Europawahl eignet sich in keiner Weise als Protestwahl, bei der man seiner nationalen Regierung aus persönlicher Unzufriedenheit einen Denkzettel verpasst. Dafür steht zu viel auf dem Spiel! Ende Mai darf es nur um Europa gehen:
-um offene Binnengrenzen und gute Nachbarschaft,
-um freien Warenaustausch und einfache Anerkennung von Berufsabschlüssen,
-um mehr Austauschprogramme (Erasmus) oder um kostenlose Interrail-Tickets.

Kein europäisches Land kann heute den globalen Herausforderungen alleine gerecht werden, keine Regierung kann die klimapolitischen oder sicherheitspolitischen Probleme alleine lösen. Europa ist das Versprechen einer Friedens-, Freiheits-, Wohlstands- und Sozialunion. Um diese Ziele zu erreichen, brauchen wir einen kritisch-konstruktiven Dialog mit der Jugend.
Heute sind wir mehr denn je auf ein starkes, einiges und souveränes Europa angewiesen, um auf Augenhöhe mit den USA, Russland oder China agieren und unsere Interessen wahren zu können. Europafeindliche Parteien vom rechts- wie linksextremen Rand, die z.T. höchst fragwürdige Beziehungen zu Trump oder Putin unterhalten, dürfen deshalb niemals Einfluss auf EU-Institutionen erhalten. Es liegt im besonderen Interesse unserer Jugend, dass die Werte Europas, unsere Rechtsstaatlichkeit, unsere Menschenrechte, unsere Pressefreiheit nicht unter die Räder geraten.

Die sozialen Netzwerke sind die Stammtische und Gartenpartys des 21. Jahrhunderts. Diese Netzwerke dürfen wir nicht Ideologen und Märchenerzählern überlassen. Deshalb raten wir Europas Jugend: Achtet auf Glaubwürdigkeit, sucht die „best verfügbare Wahrheit“, nutzt Medien, die den Grundsatz „Be first, but first be right“ beherzigen. Wir, Mitglieder der European Journalists (EJ), fordern die Jugend auf: Erkennt, wieviel ein Leben in Frieden und Freiheit wert ist. Helft mit, die Wahlbeteiligung zu steigern. Wirkt aktiv mit an der Gestaltung der Zukunft Europas (z.B. Europ. Bürgerinitiative). Nehmt wahr, was uns eine gemeinsame Europäische Union nützt! Lernt aus der Geschichte!

Prof. Dr. Paolo Magagnotti (Präsident, Trentino TV)
Rotger Kindermann (Vizepräs., Luxemburger Wort)
Vassil Sotirov (Vizepräs., Bulgarian News Agency)
Katarzyna Pelka-Wolsztajn, (Vorstand, TVP-Telewizja Polska S.A.)

(Anmerkung: Die European Journalists äußern sich grundsätzlich nur zu medienpolitischen oder berufsbezogenen Themen. In Anbetracht der herausragenden Bedeutung der EP-Wahl 2019 weichen wir von dieser Regel ab.)