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Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit & Verbraucherschutz, Europäische Wertegemeinschaft, Partizipation & Zivilgesellschaft

ver.di | Differenzierte Angebote für Flüchtlinge schaffen – Spracherwerb und Erwerbstätigkeit fördern

In der Diskussion über die Sprach- und Integrationsangebote macht sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für die Schaffung differenzierter Angebote für Flüchtlinge stark. Es sei richtig, möglichst vielen Flüchtlingen Integrationskurse nicht nur anzubieten, sondern auch dafür Sorge zu tragen, dass diese Angebote tatsächlich wahrgenommen würden. Um dieses Ziel zu erreichen, sei die Verschärfung von Sanktionen bei Nicht-Teilnahme oder Abbruch des Kurses jedoch nicht vordringlich. „Viel wichtiger ist es, wohnortnah genügend Integrationskurse vorzuhalten und diese auf die sehr unterschiedlichen Voraussetzungen der Flüchtlinge differenziert zuzuschneiden“, sagt Eva Welskop-Deffaa, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für Arbeitsmarktpolitik und Migration.

Erforderlich seien Kurse für Analphabeten ebenso wie Kurse für Studierende, die bereits Englisch oder Französisch und also die lateinische Schrift beherrschen. Es brauche darüber hinaus Kurse für Frauen und Mütter, die durch integrierte Kinderbetreuungsangebote ‚barrierefrei‘ gestaltet seien. Vor allem brauche es Sprach- und Integrationskurse, deren Management eine Kombination von Spracherwerb und Arbeitsaufnahme so früh wie möglich erlaube.

„Bei den Flüchtlingen darf nicht der Eindruck entstehen, Sprachkurse seien eine besonders spitzfindige Idee, um ihnen die Teilhabe am Arbeitsmarkt zu verwehren“, betont Welskop-Deffaa: „Wir benötigen eine integrationsfreundliche Maßnahmegestaltung, die den Geflüchteten glaubwürdig vermittelt, dass es in ihrem Interesse ist, in Sprache und Weiterbildung zu investieren, wenn sie nach den Strapazen der Flucht für sich und ihre Familien eine gute Zukunft aufbauen wollen.“

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