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Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit & Verbraucherschutz, Digitalisierung

ver.di | SAP: Die gewerkschaftliche Stärkung im europäischen SE-Betriebsrat wird begrüßt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt nach den erfolgreichen Betriebsratswahlen im Frühjahr nun auch die gewerkschaftliche Stärkung im europäischen SE-Betriebsrat des Software-Konzerns SAP.

Der SE-Betriebsrat hatte sich Ende November konstituiert und beginnt nun mit seiner vierjährigen Amtszeit; er repräsentiert rund 52.000 SAP-Beschäftigte aus 28 Ländern. Neuer Vorsitzender des europäischen Mitbestimmungsgremiums ist Andreas Hahn, der auch Mitglied des deutschen Betriebsrates der SAP SE und im Vorstand der ver.di-Betriebsgruppe am Firmensitz des Konzerns ist. Hahn wurde mit doppelter Mehrheit zum Vorsitzenden gewählt, seine Stellvertreterin kommt aus Rumänien. „Das Wahlergebnis ist ein klares Signal, dass die SAP-Belegschaft Gewerkschaften als starken Partner ansieht“, sagte Christine Muhr, ver.di-SAP-Unternehmensbetreuerin. 

„Zusammen mit der jüngsten Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes zur Zusammensetzung von Aufsichtsräten ist das eine tolle Entwicklung für die europäische Arbeitnehmermitbestimmung“, so Muhr weiter. „Der separate Wahlgang für die Gewerkschaftsmandate im Aufsichtsrat wurde nicht nur als prägendes Element der Mitbestimmung angesehen, das bei einer SE-Umwandlung erhalten werden muss, sondern auch für im Betrieb vertretene Gewerkschaften aus anderen europäischen Ländern geöffnet – ein eindeutiges Votum für die europäische Mitbestimmung.“ SAP sei ein weiteres Beispiel dafür, dass sich die gewerkschaftliche Landschaft in der IT-Branche zügig weiterentwickle.