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  • 16.01.2014 - 15:56 GMT
  • ver.di
Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit & Verbraucherschutz

ver.di: Wege zur Ausbildung in der Krankenpflege bleiben offen

Morgen tritt die erneuerte EU-Berufsanerkennungsrichtlinie in Kraft. Damit werden unter anderem auch künftig zwei Wege zur Ausbildung in der allgemeinen Krankenpflege offen sein.

„Der Unterschiedlichkeit der Bildungssysteme in Europa wird Rechnung getragen, ohne dass damit künftige Weiterentwicklungen in den Pflegeberufen verbaut werden“, sagt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Die im Oktober 2013 vom Europaparlament verabschiedete EU-Richtlinie muss nun von den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden.

ver.di hat maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Regelung umgesetzt wird. „Unser Einsatz hat sich gelohnt“, sagt Bühler. ver.di hatte sich im Vorfeld der Entscheidung vehement dafür eingesetzt, dass die Zugangsvoraussetzungen zur Krankenpflegeausbildung nicht verschärft werden. „Die Krankenpflege in Deutschland muss sich auch weiterhin durch einen hohen Standard auszeichnen. Entscheidend dafür sind die Qualität, die Inhalte und der Umfang gerade auch der praktischen Ausbildung, mit der zukünftige Pflegekräfte zur Berufsausübung befähigt werden“, so Bühler.

Neben der zwölfjährigen allgemeinen Schulbildung bleibt jetzt auch eine zehnjährige allgemeine Schulbildung für den Zugang zur Ausbildung in der allgemeinen Krankenpflege möglich. Die EU-Kommission hatte ursprünglich vorgeschlagen, die Zugangsvoraussetzungen auf einen zwölfjährigen Bildungsgang zu verengen. „Das hätte für die Krankenpflege in Deutschland fatale Folgen gehabt“, so Bühler weiter. Mit dieser Vorgabe wären etwa 45 Prozent der heutigen Auszubildenden in der Gesundheits- und Krankenpflege von der Ausbildung ausgeschlossen worden.

ver.di hatte in den gut zweijährigen Auseinandersetzungen zwischen EU-Kommission, EU-Parlament und Ministerrat immer wieder Flagge gezeigt. „Für ver.di sind durchlässige, diskriminierungsfreie Ausbildungswege, die Kostenfreiheit der Ausbildung und gleiche Zugangschancen zu Bildung und Beschäftigung ein hohes Gut in einem sich entwickelnden Europa“, sagt Bühler.

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