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Partizipation & Zivilgesellschaft

Veränderung als Chance: Virtuelles Netzwerktreffen der Frauen Europas

Ehrenamtliches Engagement lebt von persönlicher Begegnung, darin waren sich die Preisträgerinnen des Preis Frauen Europas alle einig. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie muss man kreativ werden und neue Orte der Begegnung schaffen. Deshalb traf sich das Preisträgerinnen-Netzwerk am 25. Mai virtuell per Videokonferenz, um sich über die aktuellen Herausforderungen, aber auch Erfolge in ihren ehrenamtlichen Projekten auszutauschen. Dabei wurden nicht nur Tipps für digitale Formate, sondern auch mit Vorfreude die Realisierung analoger Veranstaltungen besprochen. Eigentlich hätte an dem 25. Mai auch der Festakt zur Verleihung des „Preis Frauen Europas 2020“ stattfinden sollen, der aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für dieses Jahr abgesagt werden musste.

Die Präsidentin des Preisträgerinnen-Netzwerks, Prof. Gudrun Schmidt-Kärner, betonte in ihrer Begrüßung, wie wichtig es sei, sich in solchen Krisenzeiten gegenseitig zu unterstützen. Diese Freude wurde auch von den beiden Präsidiumsmitgliedern, Dr. Adriana Lettrari und Sissy Thammer, geteilt, die durch das Netzwerktreffen führten und aus eigener guter Praxis berichten konnten. Im Rahmen ihres Netzwerks „3te Generation Ostdeutschland“ beschäftigt sich Lettrari immer wieder mit der Frage, wie Veränderungen und Transformation als persönliche Ressource genutzt werden können. Festivalleiterin Thammer zeigte am Beispiel des Festivals Jünger Künstler, das kurzerhand um digitale Elemente ergänzt wurde, wie wichtig es ist, zuversichtlich zu bleiben: Sie lud – sofern es die Pandemielage denn erlaubt – das Preisträgerinnen-Netzwerk herzlich zu einem Sommertreffen in Bayreuth während ihres Festivals ein.

EBD-Präsidentin und „Frau Europas“ 2014, Dr. Linn Selle, ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, die Preisträgerinnen zu treffen. Sie betonte, dass die EBD die derzeitigen Einschränkungen nutzt, um die Berliner Blase aufzubrechen und grenzüberschreitende Dialogmöglichkeiten etwa mit Europaabgeordneten oder anderen Europäischen Bewegungen auszuloten. Dass digitaler Austausch die internationale Zusammenarbeit unkompliziert macht, belegte auch die Teilnahme der Preisträgerin und langjährigen Vorsitzenden des Preisträgerinnen-Netzwerks Irina Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein, die sich aus den USA zuschaltete, um von ihren neuen Projektplänen in Polen zu berichten.

Auf dem Programm des Vernetzungstreffens standen zudem auch ein kurzer Rückblick sowie ein Ausblick auf die zukünftigen Aktivitäten des Preisträgerinnen-Netzwerks. EBD-Vorstandsmitglied Sabine Overkämping berichtete von der Planung des Herbstsalons der Frauen Europas, der im kommenden November im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in den Räumen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stattfinden soll. Zudem ist für Dezember wieder eine Delegationsreise zur Preisverleihung der „Women of Europe Awards“ nach Brüssel geplant. Kandidatinnenvorschläge aus dem Kreise ihrer Mitglieder nimmt die EBD noch bis zum 1. September entgegen.

Brigitte Baur von europafels e.V. sowie die Preisträgerin 2019, Katharina Wolf, stellten das Filmprojekt „Europäische Werte mit den Frauen Europas“ vor, in dessen Antragstellung sie zuletzt viel Herzblut gesteckt hatten.  

Einig waren sich die Preisträgerinnen darin, sich in Zukunft häufiger online treffen. Trotz allem ist die Vorfreude auf ein richtiges Wiedersehen in voller Besetzung – allerspätestens bei der Preisverleihung 2021 – bereits groß.

Über den Preis Frauen Europas

Mit dem „Preis Frauen Europas – Deutschland“ ehrt die EBD seit 1991 Frauen, die sich durch ihr mutiges, kreatives oder hartnäckiges ehrenamtliches Engagement in besonderer Weise für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen. Die symbolische Auszeichnung – die Preisträgerin erhält eine eigens für sie gefertigte Brosche und wird Teil eines aktiven Preisträgerinnen-Netzwerkes – soll bürgerschaftlich aktive Europäerinnen untereinander und mit den EBD-Mitgliedsorganisationen vernetzen und ehrenamtliche Strukturen in der Zivilgesellschaft stärken.

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