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EUV | Internationale Konferenz über den Zusammenhang von Wahlverhalten und geographischer Lage an der Viadrina

Mit nicht mehr existierenden Grenzen, die aber nach wie vor das Sozialverhalten von Bürgern zu beeinflussen scheinen – Phantomgrenzen – beschäftigen sich die Teilnehmer der Konferenz „Phantom Borders in the Political Behaviour and Electoral Geography in East Central Europe“ am Donnerstag, dem 14. November an der Europa-Universität Viadrina, im Senatssaal (Raum 109) des Hauptgebäudes, Große Scharrnstraße 59, Frankfurt (Oder) und am Freitag dem 15. November, im Collegium Polonicum, Saal 13, ul. Kościuszki 1, Słubice.

In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen 2010 in Polen gab es große regionale Unterschiede im Abstimmungsverhalten: In den östlichen und zentralen Gebieten, die dem Territorium bis 1918 entsprachen, stimmte eine Mehrheit für Lech Kaczynski, wohingegen die Bewohner von West- und Nordpolen, in nach dem ersten und zweiten Weltkrieg hinzugekommenen Gebieten, mehrheitlich für Bronisław Komorowski stimmten. Neben Polen geht es bei der Tagung auch um Phantomgrenzen in Tschechien, Rumänien, Russland, Weißrussland und der Slowakei.

Die Konferenz ist Teil der Veranstaltungsreihe „Research Factory“ des Viadrina Center „B/Orders in Motion“, das die Grenzforschung der Rechts-, Kultur- und Wirtschaftswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina bündelt und interdisziplinäre Forschungsprojekte umsetzt. Die „Research Factory“ hat zum Ziel, den fächerübergreifenden und internationalen Austausch im Bereich Grenzstudien zu fördern. Das Zentrum Marc Bloch in Berlin organisiert die Tagung in Kooperation mit dem Viadrina Center „B/Orders in Motion“, der Europa-Universität, dem Collegium Polonicum, der Adam-Mickiewicz Universität Poznań und der Université Paris 8.

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