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  • 09.03.2011 - 10:48 GMT

VKU begrüßt den neuen Energieeffizienzplan der Europäischen Kommission

Europäische Kommission zur Steigerung der Energieeffizienz

Die Europäische Kommission hat den neuen Energieeffizienzplan veröffentlicht. Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), begrüßt den Vorschlag: „Das vorgelegte Papier der Europäischen Kommission markiert einen wichtigen Grundstein für mehr Energieeffizienz. Dieser ist umso wichtiger, als wir EU-weit aller Voraussicht das avisierte Ziel, 20 Prozent der Energie bis 2020 einzusparen, nicht erreichen werden“, erläutert Reck.
Für die kommenden Jahre schlägt die EU-Kommission umfangreiche Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Europäischen Union vor. Dazu gehören insbesondere die Stärkung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), der Ausbau der Energieeffizienzdienstleistungen sowie die Implementierung intelligenter Netze und Zähler.
Die Europäische Kommission plant unter anderem, der Einspeisung von Strom aus KWK-Anlagen Vorrang einzuräumen. „Dies wäre ein entscheidender Beitrag für mehr Energieeffizienz in der EU. Zudem würde damit der Ausstoß von Treibhausgasen erheblich gesenkt. Die bisherige Einsparung von 9,7 Millionen Tonnen Kohlendioxid in Deutschland könnte durch den Einspeisevorrang maßgeblich gesteigert werden“, betonte Reck.
Das gilt auch in Bezug auf die Energieeffizienzdienstleistungen. Hier spielen Stadtwerke bereits eine bedeutende Rolle im Sinne aller Verbrauchergruppen. „Stadtwerke können durch die direkte und vertrauensvolle Bindung zu ihren Kunden Dienstleistungen anbieten, die die Energieeffizienz steigern. Dies muss in der kommenden Revision der Energiedienstleistungsrichtlinie berücksichtigt werden“, unterstrich Hans-Joachim Reck weiter.
Eine Voraussetzung zur Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der Treibhausgasemissionen sieht der VKU ebenfalls in der Implementierung intelligenter Netze. Reck merkt dazu an: „Um den bevorstehenden Netzumbau und die damit verbundenen Investitionen zu gewährleisten, benötigen die Stadtwerke einen Regulierungsrahmen, der den Umbau der Energieinfrastruktur auf der Verteilnetzebene einbezieht. Nur so wird es in Zukunft möglich sein, die steigende dezentrale Erzeugung aus erneuerbaren Energien und die Versorgung der Bevölkerung zu sichern.“