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  • 06.06.2012 - 13:45 GMT

VKU: Dezentrale Strukturen sind das Rückgrat für den Umbau des Energiesystems

Die Europäische Kommission hat heute die Mitteilung zur Weiterentwicklung der Erneuerbaren Energien in der EU veröffentlicht, in der sie sich zur weiteren Entwicklung und Rolle der erneuerbaren Energien für die Zeit nach 2020 äußert. Dazu Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU): „Der nachhaltige Umbau der Energieversorgung und der damit verbundene Ausbau der erneuerbaren Energien erfordert langfristig stabile und berechenbare Rahmenbedingungen.

Daher begrüßen wir die frühzeitige Initiative der Europäischen Kommission im Grundsatz, sehen aber die EU-Vorschläge hin zu mehr zentralen Großprojekten kritisch.“
Reck weiter: „Bei der Erstellung der zukünftigen Rahmenbedingungen für die erneuerbaren Energien muss der Fokus deutlich stärker auf dezentrale Strukturen gerichtet werden. Sie sind das Rückgrat eines erfolgreichen Umbaus der Energieversorgung“, betont Reck. „Mit Großprojekten allein kann man das nicht leisten.“ Allein die deutschen Stadtwerke bauen derzeit Kraftwerke mit einer Kapazität von über 3.000 Megawatt, wovon ein Drittel auf den Ausbau der erneuerbaren Energien entfällt.
Der zunehmende Ausbau der erneuerbaren Energien lässt sich in das bisherige Energiemarktmodell nicht mehr ohne weiteres integrieren. Die Europäische Kommission beschränkt sich in ihrem Ansatz auf die Marktintegration erneuerbarer Energien. Nach der Ansicht des VKU ist aber die Entwicklung eines neuen, zukunftsfähigen Energiemarktdesigns notwendig. „Angesichts des sehr frühen Stadiums der Diskussion müssen alle Optionen, auch Kapazitätsmärkte, ergebnisoffen geprüft werden. Die Energieversorgung der Gesellschaft muss jederzeit gesichert sein, wozu auch Kapazitätsmarktmechanismen beitragen können“, so der VKU-Hauptgeschäftsführer.