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  • 26.07.2012 - 08:15 GMT

VKU: „Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um zu investieren“

Der Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) unterstützt die Überlegungen von EU-Klimakommissarin Connie Heedegard, den europäischen Emissionszertifikatehandel weiterzuentwickeln. VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck: „Der CO2-Preis ist die zentrale Stellschraube, um Investitionen in CO2-effiziente Technologien auszulösen und Forschung und Entwicklung in diesem Bereich zu forcieren. Wir stimmen mit der Ansicht der Europäischen Kommission überein, dass wir entsprechende Anreize benötigen. Es ist allerdings wichtig, dass im Markt keine dauerhafte Verunsicherung entsteht.“

Reck: „Ein Zurückhalten der ursprünglich vereinbarten Anzahl an Zertifikaten muss durch ein überlegtes und koordiniertes Vorgehen erfolgen. Alle wirtschaftlichen und technologischen Konsequenzen sollten gut durchdacht werden.“ Dabei muss auch der Zusammenhang zwischen Emissionshandel, erneuerbare Energien und Energieeffizienz betrachtet werden. Das gelte insbesondere für die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die EU-Gesetzgeber haben jüngst in der EU-Energieeffizienzrichtlinie erklärt, dass hocheffiziente KWK und Fernwärme-/Fernkälteversorgung ein erhebliches Potenzial bergen, um Primärenergie zu sparen, das in der Europäischen Union immer noch weitgehend ungenutzt ist.

Um das Ziel der Bundesregierung, bis 2020 einen KWK-Stromanteil von 25 Prozent an der Gesamtstromerzeugung zu erreichen und Investitionen in Neuanlagen und Modernisierungen anzuschieben, müssen KWK-Anlagen, die vom Emissionszertifikatehandel betroffen sind, auch unter geänderten Rahmenbedingungen des Emissionszertifikatehandels wirtschaftlich betrieben werden können. Für den wirtschaftlichen Kraftwerksbetrieb und die Realisierung geplanter Kraftwerksinvestitionen ist ein klarer und verlässlicher Rechtsrahmen in Bezug auf die Zuteilung von Emissionsberechtigungen auch weiterhin notwendig“, so der VKU-Hauptgeschäftsführer.