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Partizipation & Zivilgesellschaft

Wer wird die „Frau Europas 2020“? | EBD stellt die Shortlist vor

Die EBD freut sich über die Vielzahl der starken Nominierungen für den Preis „Frau Europas 2020“. Bis Ende letzten Jahres konnten Vorschläge für potenzielle Preisträgerinnen eingereicht werden, die durch politisches, gesellschaftliches, journalistisches oder kulturelles Engagement im Ehrenamt einen entscheidenden Beitrag zu einem starken Europa leisten.

Die Jury, bestehend aus EBD-Vorstandsmitgliedern und dem Präsidium des Netzwerks der Preisträgerinnen hat die Bewerbungen nach den erforderlichen Kriterien geprüft und wird im Februar die Frau Europas 2020 verkünden. Das sind die Kandidatinnen, die es auf die Shortlist für die Preisverleihung 2020 geschafft haben:

Sadija Klepo kam 1992 als Flüchtling aus Bosnien nach Deutschland und engagiert sich seitdem für die Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund. Sie setzt sich für den Austausch zwischen Deutschland und dem Westbalkan ein, fördert interkulturelles Zusammenleben und unterstützt Geflüchtete unterschiedlicher Herkunftsländer. Klepo gründete den Verein Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. und startete verschiedene Initiativen, unter anderem „Kultur macht stark“ und „Kulturelle Inklusion der Flüchtlingskinder“.

Marina Naprushkina ist Künstlerin, Menschenrechtsaktivistin und Autorin sowie Gründerin der Berliner Initiative Neue Nachbarschaft/ Moabit e.V., die seit 2013 zu einem Zentrum für soziales, künstlerisches und politisches Handeln für Menschen mit und ohne Flucht- bzw. Migrationshintergrund geworden ist. Darüber hinaus hat Naprushkina das Büro für Antipropaganda ins Leben gerufen. Hierbei geht es der gebürtigen Belarussin um die Verbindung von künstlerischer und politischer Arbeit, die Suche nach neuen Strategien und Kooperationen im geeinten Europa und die Hervorhebung der Rolle der Frauen in staatlichen Systemen.

Hildegard Neulen-Hüttemann engagiert sich seit vielen Jahrzenten für einen engen deutsch-französischen Austausch und gründete in diesem Zusammenhang 1991 den Deutsch-Französischen Kreis Waldkirch-Sélestat e.V., der sich insbesondere durch Aktivitäten im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich, durch Förderung der sprachlichen Verständigung in beiden Nachbarsprachen und durch persönliche Begegnungen verwirklicht. Darüber hinaus ist Neulen-Hüttemann Mitglied in verschiedenen Arbeitsgruppen im Bildungsbereich und Jugendaustausch.

Dr. Claudia Seibel ist seit 10 Jahren Vorstandsmitglied des Deutschen Anwaltvereins (DAV) sowie seit fünf Jahren dessen Vizepräsidentin. Sie ist seit 2018 die Vorsitzende der Deutschen Delegation im Rat der Europäischen Anwaltschaften (CCBE) und setzt sich für eine Zusammenarbeit und Verständigung in der ganzen europäischen Anwaltschaft ein. Sie engagiert sich zudem für das Projekt European Lawyers in Lesvos, das seit 2016 Migrantinnen und Migranten im Lager von Moria auf Lesbos kostenfreie und unabhängige Rechtsberatung anbietet.

Margrit Weimeister gründete 1992 in Deetz den Verein „Jugendseeheim“ mit dem Ziel, internationale Jugendarbeit durchzuführen, um als Lehre aus dem 2. Weltkrieg einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten. Weimeister engagiert sich seit fast 30 Jahren für den Austausch und die Begegnungen zwischen jungen Menschen aus verschiedenen Ländern und legt dabei besonders Wert darauf, ein deutliches Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen. Im Rahmen des von ihr etablierten Europa-Jugendbauernhofs in Sachsen-Anhalt, konnten bis heute mehr als 1.200 Jugendliche aus aller Welt an internationalen Austauschen teilnehmen.

Susanne Zels engagiert sich zivilgesellschaftlich bei Polis180 e.V. (Think Tank für Außen und Europapolitik), ist Mitglied und Sprecherin des Quiritenkreises der Konrad-Adenauer-Stiftung zur Förderung deutsch-polnischer Beziehungen und parteipolitisch bei der Jungen Union bzw. CDU für ein starkes und wertegeleitetes Europa aktiv. Zels hat sich maßgeblich an dem Projekt AlternativeEuropa beteiligt und ist Teil des Teams des EUROMAT, ein Wahlhilfe-Tool ähnlich dem Wahl-o-Mat, jedoch mit Fokus auf Europapolitik.

Seit 1991 ehrt die EBD mit dem Preis Frauen Europas Frauen, die sich durch ihr ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement in besonderer Weise für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen. Die Preisträgerin erhält mit einer Brosche eine symbolische Auszeichnung und wird Teil des Netzwerks europäisch engagierter Frauen. Letztes Jahr wurde Katharina Wolf für ihr Engagement als Mitgründerin und Vorsitzende der Europa-Union Sachsen ausgezeichnet.

Die Preisverleihung findet am 25. Mai 2020 in Berlin statt.

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