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Europäische Wertegemeinschaft, Partizipation & Zivilgesellschaft

Wer wird „Frau Europas“ 2018? Acht Nominierte stellen sich zur Wahl

Für die europäische Einigung aktiv soll sie sein, ehrenamtlich engagiert und grenzüberschreitend tätig – die Trägerin des „Preis Frauen Europas – Deutschland“. Bis Anfang März waren die Mitgliedsorganisationen der EBD und die ehemaligen Preisträgerinnen aufgerufen, ihre Kandidatin für das Jahr 2018 zu benennen. Aus acht völlig unterschiedlichen Vorschlägen wählt die Jury am 22. März die „Frau Europas“ 2018.

Das sind die Kandidatinnen:

Foto: Ute Gräfin von Hardenberg

Ute Gräfin von Hardenberg: Sie machte sich einst als Apothekerin selbstständig, bis sie 2014 den Vorsitz des traditionsreichen Vereins der Berliner Künstlerinnen 1867 e.V. übernahm. Zu dessen namhaften Mitgliedern gehörten unter anderem Käthe Kollwitz, Paula Modersohn-Becker und Gertrude Sandmann. Unter Gräfin von Hardenberg internationalisierte sich der Verein und zählt nun auch Künstlerinnen aus den USA, Peru und vielen Ländern Europas.

Foto: Prof. Dr. Elke Mack

Prof. Dr. Elke Mack: Was hält Europa im Innersten zusammen? Elke Mack ist Professorin für Christliche Sozialwissenschaft und Sozialethik an der Universität Erfurt. Sie beschäftigt sich verstärkt mit europäischen Themen und erforscht beispielsweise die „moralische Identität“ Europas. Ebenso breit und vielseitig ist ihr ehrenamtliches Engagement: Sie ist Mitglied der Europäischen Ethikvereinigung Societas Ethica, beim Trägerverein der Hanns-Seidel-Stiftung und Beraterin der Deutschen Bischofskonferenz.

Foto: Creative Commons

Marina Naprushkina: Die Liste an Ausstellungen, Kunst-Projekten und Auszeichnungen von Frau Naprushkina ist lang und beeindruckend. Geboren wurde sie in Minsk, lebt heute in Berlin und studierte an der Karlsruher und Frankfurter Kunsthochschule. Mit Projekten wie „Neue Nachbarschaft/Moabit“ förderte sie den Austausch unter Bewohnerinnen und Bewohnern und Geflüchteten. Durch die Initiative „Büro für Anti-Propaganda“ stellt Naprushkina die Mechanismen von Macht vor. In ihrem künstlerischen Schaffen behandelt sie Themen wie Propaganda oder Feminismus.

Dr. Monika Pankoke-Schenk: Jahrzehntelanges Engagement und außergewöhnliche humanitäre Leistungen prägen ihren Lebenslauf. Schon in ihrer Heimatstadt Moers machte sie sich gesellschaftlich stark und reiste in späteren Jahren mit ihrer karitative Arbeit durch die Welt. Als Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und Präsidentin des päpstlichen Frauen-Missionswerkes „Missio“ leistete sie Hilfe „von Frauen für Frauen.“ Dr. Pankoke-Schenk war Delegierte des Deutschen Frauenrates an der UN-Weltkonferenz für Bevölkerung und Entwicklung in Kairo und ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

Isabella-Ines Ritter: Sie ist jung und europabegeistert. Ob als Mitglied bei der Europa-Union Oberbayern e.V. , der Frauen-Union oder den Jungen Europäischen Föderalisten Bayern e.V.,  Isabella-Ines Ritter ist politisch und gestaltet die Gesellschaft aktiv mit. Die Fremdsprachenkorrespondentin für Englisch und Spanisch wurde 2017 in den Kreisvorstand der CSU Rosenheim-Land gewählt.

Katja Sinko: Sorry! Wir sind spät dran. Aber jetzt wird Europa gerettet. „ – Mit diesen schlagenden Worten gründete Katja Sinko 2016 das Projekt „The European Moment“, bei dem die Massen für Europa begeistert werden. Nach ihrem Bachelor in „European Studies“ in Magdeburg und einem Erasmus Semester in Manchester, wurde sie stellvertretende Vorsitzende der Jungen Europäischen Bewegung Berlin Brandenburg e.V. Für die Schwarzkopf-Stiftung  ist sie als Seminartrainerin unterwegs, um Schülerinnen und Schülern die EU näher zu bringen. Seit März 2017 ist sie Mitglied im Expertenpool des Rednerdienstes „Team Europe Deutschland“ der Europäischen Kommission.

Zwei Kandidatinnen für den „Preis Frauen Europas – Deutschland“ haben auf die Veröffentlichung ihres Namens verzichtet.

Wer „Frau Europas“ 2018 wird,  entscheidet morgen, am 22. März, eine Jury bestehend aus Preisträgerinnen und Vertreterinnen und Vertretern des EBD-Vorstands und der Mitgliedsorganisationen. Der Festakt zur Preisverleihung findet am Abend des Europatages (9. Mai) in Berlin statt. Gastgeber ist die Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin.

Mit dem Preis zeichnet das Netzwerk EBD seit 1991 eine Frau für ihr mutiges, kreatives oder hartnäckiges Engagement für Europa aus. Der symbolische Preis soll ehrenamtliche Strukturen in der Zivilgesellschaft stärken und bürgerschaftlich aktive Europäerinnen vernetzen.

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