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Wer wird „Frau Europas“ 2014? EBD stellt die Kandidatinnen vor

Für die europäische Einigung engagiert soll sie sein, ehrenamtlich und grenzüberschreitend aktiv – die Trägerin des „Preis Frauen Europas“. Bis Mai waren die Mitgliedsorganisationen der EBD und die ehemaligen Preisträgerinnen aufgerufen, ihre Kandidatin für das Jahr 2014 zu benennen. Aus sechs ganz unterschiedlichen Vorschlägen wählt die Jury am 29. Juni die „Frau Europas“ 2014.

Das sind die Kandidatinnen:

  • Mona Al-Masri: Die gebürtige Syrerin lebt seit mehr als 30 Jahren in Braunschweig und engagiert sich dort für den interreligiösen Dialog und den kulturellen Austausch, u.a. im Vorstand des Haus der Kulturen Braunschweig e.V. Seit Ausbruchs des Bürgerkriegs in Syrien setzt sie ihre Kontakte und ihre Überzeugungskraft dafür ein, syrischen Flüchtlingen und Verletzten zu helfen – unmittelbar und unbürokratisch wird dann z.B. ein gebrauchter Transporter gekauft, mit Spenden der Braunschweiger beladen und von Al-Masris Sohn in ein Flüchtlingslager an der syrisch-türkischen Grenze gefahren. „Die Menschen brauchen Hilfe – ganz dringend. Wir dürfen einfach nicht wegschauen“, ist ihre Maxime.
  • Nobuko Fuhrmann ist eine japanische Europäerin mitten in Berlin. Die gelernte Dolmetscherin und Köchin lebt seit 1985 in Deutschland und engagiert sich seit dessen Gründung 2004 im Freundeskreis Europa Berlin e.V., wo sie mit „Beständigkeit und Intensität […] für die europäische Idee arbeitet“, wie es in der Begründung ihres Vorschlags heißt. Und das zumeist im Hintergrund: Ihr Engagement gilt vor allem dem Webauftritt, der Verteilerarbeit und der Außendarstellung des Vereins.
  • Susanne Huber: Die medizinisch-technische Radiologieassistentin arbeitet im Hauptamt am Institut für Klinische Radiologie der LMU München. Im Ehrenamt engagiert sie sich seit 15 Jahren für den europäischen Austausch in ihrem Berufsverband, dem Dachverband für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin Deutschland e.V. (DVTA). So war sie 2003 Mitgründerin des bis 2008 laufenden Netzwerkprojekts HENRE (Higher Education Network for Radiography in Europe) und organisierte ab 2008 den Aufbau eines europäischen Berufsdachverbandes, der European Federation of Radiographer Societies (EFRS), in dessen Vorstand sie bis 2011 Mitglied war.
  • Heidi Meier-Menzel engagiert sich seit mehr als 30 Jahren haupt- und ehrenamtlich für Flüchtlinge in ihrer Heimatstadt Karlsruhe. In den Vereinen Freunde für Fremde e.V. und in der Christlich-Islamischen Gesellschaft Karlsruhe e.V. unterstützt sie Flüchtlinge bei Behördengängen und bei der Wohnungs- und Arbeitssuche. Außerdem wirbt sie in der Öffentlichkeit für Verständnis der Notlage dieser Menschen und schafft so „eine Lobby für Menschenrechte“, wie es in der Begründung ihres Vorschlags heißt. Für ihr Engagement wurde ihr 2014 das große Bundesverdienstkreuz verliehen.
  • Antonie Marqwardt und Karin Wahl: Die studierten Pharmazeutinnen sind die Gesichter hinter dem „9. Europäischen Pharmazeutinnnen-Treffen“, das im Oktober 2013 in München stattfand und Pharmazeutinnen aus neun Ländern zusammenbrachte. Beide engagieren sich seit seiner Gründung 2002 ehrenamtlich im Vorstand des Deutschen Pharmazeutinnen Verbandes e.V.. Ihr internationales Vernetzungsengagement geht über den Berufstand hinaus – 2008 organisierten sie gemeinsam mit dem Ärztinnenbund Baden-Württemberg den „Gender Medicine Congress“.
  • Linn Selle: Ob Europawahlkampf, Jugendpolitik oder Europäische Öffentlichkeit – die Promovendin streitet als Gesicht der Jungen Europäischen Föderalisten e.V. „mit Kompetenz, Teamgeist und Herzblut“ für die aktive Mitgestaltung des europäischen Einigungsprozesses durch junge Menschen. So erreichte z.B. ihre Petition, das Duell zwischen den europäischen Spitzenkandidaten Juncker und Schulz im Hauptprogramm von ARD und ZDF und nicht auf Phoenix zu senden, binnen kürzester Zeit mehr als 25.000 Unterstützer.

Welche Frau das Rennen machen wird, steht zur EBD-Mitgliederversammlung am 30. Juni fest: einen Tag vorher wird die Wahljury des Preises die Preisträgerin 2014 küren.

Mit dem „Preis Frauen Europas“ zeichnet das Netzwerk EBD seit 1991 eine Frau für ihr mutiges, kreatives oder hartnäckiges Engagement für Europa aus. Der symbolische Preis soll ehrenamtliche Strukturen in der Zivilgesellschaft stärken und bürgerschaftlich aktive Europäerinnen vernetzen.

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