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  • 08.07.2013 - 15:16 GMT

WJD: Auszubildende aus Europa willkommen

In der jungen Wirtschaft sind 15.000 Ausbildungsplätze unbesetzt – Wirtschaftsjunioren warnen vor antieuropäischen Ressentiments

Die junge Wirtschaft begrüßt, dass Deutschland Jugendliche aus Europa für eine Ausbildung werben will. „Mit der Parole „deutsche Ausbildungsplätze für deutsche Jugendliche“ schürt die Linke antieuropäische Ressentiments“, sagt Sándor Mohácsi, Bundesvorsitzender der Wirtschaftsjunioren Deutschland, dem mit mehr als 10.000 Mitgliedern bundesweit größten Verband der jungen Wirtschaft. „Niemand, der zu uns kommt, nimmt einem deutschen Jugendlichen den Ausbildungsplatz weg. Wer das behauptet, der hat kein realistisches Bild des deutschen Arbeitsmarktes.“

„In den Unternehmen unserer Mitglieder gibt es 15.000 unbesetzte Ausbildungsplätze“, betont Mohácsi. „Das sind 15.000 Chancen für junge Menschen, die derzeit nicht genutzt werden.“ Außerdem seien 50.000 Stellen in den Unternehmen der Wirtschafsjunioren nicht besetzt. „Für uns als junge Unternehmen heißt das, dass der Fachkräftemangel schon jetzt zu einer Wachstumsbremse geworden ist. Gleichzeitig können wir nicht mehr für den eigenen Bedarf ausbilden.“ Dabei setzte man bereits intensiv auf das Potential im Inland. „Wir unterstützen mit unserem ehrenamtlichen Engagement jedes Jahr rund 200.000 Jugendliche beim Übergang in den Beruf“, betont Mohácsi. „Viele dieser Projekte richten sich an Jugendliche, die es schwer haben, einen Einstieg ins Berufsleben zu finden.“

Von der Politik fordern die jungen Unternehmer, in den betroffenen Ländern besser für die duale Ausbildung zu werben. „Es reicht nicht, wenn wir sagen, mach in Deutschland eine Ausbildung“, erläutert Mohácsi. „In den betroffenen Ländern ist nicht bekannt, dass wir nicht irgendein „training on the job“ bewerben, sondern eine hochwertige Ausbildung, bei der Unternehmen in Vorleistung gehen und in junge Menschen investieren“, sagt Mohácsi. Deshalb müsse mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden. „Hier müssen Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen“, betont Mohácsi. „Wir als Wirtschaftsjunioren sind bereit, dazu unseren Beitrag zu leisten.“

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