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Umweltpolitik

WWF | „Fitness-Check“ der EU-Naturschutzgesetze – Europas Natur in Gefahr

Die EU-Naturschutzgesetze stehen auf dem Prüfstand. Im Januar 2015 startete die EU-Kommission den „Fitness-Check“ der Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Umweltkommissar Karmenu Vella beauftragt die „Verschmelzung“ und „Modernisierung“ dieser wichtigsten europäischen Naturschutzgesetze zu prüfen. 2016 wird die Kommission beschließen, ob die Richtlinien unverändert bleiben oder überarbeitet werden.

Alle Hintergrundinformationen finden Sie hier.

Der WWF findet, dass der Naturschutz in Europa in Gefahr ist.
Mit mehr als 25.000 Schutzgebieten und etwa 18 Prozent der Landfläche ist das Natura2000-Netzwerk das größte der Welt – und soll jetzt Platz machen für Straßen, Kraftwerke und Städte.

Der Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker hat einen „Fitness-Check“ der Naturschutz-Gesetze angeordnet, um sie zu „modernisieren“. Bisher zielt Junckers Politik auf kurzfristige Effekte für Industrie und Wachstum, anstatt auf Gesundheit, Umwelt und nachhaltige Nutzung. Die Gefahr ist deutlich: Die Naturschutz-Gesetze sollen zugunsten der Wirtschaft abgeschwächt werden. Das würde 60% aller Tier- und Pflanzenarten, sowie 70% ihrer Lebensräume bedrohen. Bären, Adler und Wale wären in Europa nicht mehr sicher und würden immer weniger werden.

Damit würde die EU-Kommission nicht nur das Herz des Naturschutzes angreifen, sondern auch den bisherigen Erfolg des Systems ignorieren. Mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass die EU-Naturschutzrichtlinien bereits zur Rettung vieler Tierarten beigetragen haben, auch wenn die Artenvielfalt weiter schwindet.

Der WWF fordert mit weiteren 90 NGOs, dass die Naturschutzrichtlinien durch eine bessere Umsetzung gestärkt werden, anstatt neue Bedrohungen zu schaffen.

Hier können Sie sich beteiligen:

WWF

 

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