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Umweltpolitik

WWF | Statement zur Ratifizierung des Pariser Klima-Abkommens

„Bundestag und Bundesrat haben mit der Ratifizierung des Pariser Klima-Abkommens einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Der WWF begrüßt diesen Schritt. Doch Deutschland ist im Klimaschutz vom Treiber zum Getriebenen geworden. Die Ratifizierung kommt leider erst kurz nach dem großen „Ratifizierungstreffen“ in New York und wurde auch nur jetzt durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht, weil große Staaten wie die USA und China vorgelegt haben.

Jetzt geht es darum, der Ratifizierung des Pariser Abkommens national auch Taten folgen zu lassen. Die ambitionierte Umsetzung steht auf der Tagesordnung. Doch auch da zeigt sich die Schwäche Deutschlands im Klimaschutz. Der vorgelegte Klimaschutzplan 2050 schafft es nicht, das Ambitionsniveau den Pariser Beschlüssen entsprechend anzuheben. Dabei ist es dringend nötig, die Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2050 im Vergleich zu 1990 um mindestens 95 Prozent auch im Klimaschutzplan zu verankern. Nur so lässt sich die globale Erwärmung auf unter 2°C begrenzen.

Es wurde kein Transformationsfahrplan vorgelegt, sondern ein Sammelsurium an Maßnahmen, mit denen die gesetzten Ziele erkennbar nicht erreicht werden können. Schon bis 2020 muss in Deutschland die gewaltige Menge von 148 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart werden, um die zugesagte Minderung von 40 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen – der Lösung dieser Herkulesaufgabe ist man bisher nicht näher gekommen.“

 

KlimaDie europäische Klimapolitik für globale Nachhaltigkeitsziele fit zu machen  ist auch Teil der Politischen Forderungen 2016/17 der EBD. Mehr dazu finden Sie hier.

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