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  • 17.06.2011 - 10:05 GMT
  • ZdK
Europakommunikation

ZdK appelliert an gemeinsame deutsch-polnische Verantwortung für europäische Integration

Der Hauptausschuss des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat in seiner Sitzung am Freitag, dem 17. Juni 2011, der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit vor genau 20 Jahren gedacht.

ZdK-Präsident Alois Glück hob die Bedeutung des Nachbarschaftsvertrages für die Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehungen hervor. „Durch den Vertrag ist eine Vielzahl politischer, kultureller und zivilgesellschaftlicher Aktivitäten und Initiativen angestoßen und realisiert worden, die die Verständigung und Kooperation zwischen beiden Ländern intensiviert und weiter vorangebracht haben.“
Glück begrüßte die vergangene Woche vom Deutschen Bundestag verabschiedete Entschließung sowie die am Sonntag erzielte Vereinbarung beider Länder zur Unterstützung der deutschen Minderheit in Polen sowie der Polen und deutschen Bürger polnischer Abstammung in Deutschland.
Gleichzeitig dankte Glück all den Akteuren, die sich nach 1945 mit Geduld und Beharrlichkeit für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen engagiert haben und erinnerte dabei insbesondere an die Rolle der Kirchen. Sowohl der Briefwechsel der Bischöfe als auch die Arbeit kirchlicher Organisationen wie Pax Christi und Aktion Sühnezeichen, sowie das Maximilian-Kolbe-Werk und Renovabis, an deren Gründung das ZdK mitgewirkt hat, hätten maßgeblich zum deutsch-polnischen Dialog beigetragen. Ausdrücklich würdigte Glück den polnischen Freiheitskampf gegen den Kommunismus, der mit dazu beigetragen hat, die Trennung Europas zu überwinden und die Wiedervereinigung Deutschlands zu ermöglichen. „Ich appelliere insbesondere an die vielen kirchlichen Verbände und Initiativen, in ihrem Engagement für die Zusammenarbeit beider Länder nicht nachzulassen.“
Mit Blick auf die bevorstehende erste polnische EU-Ratspräsidentschaft forderte Glück: „Über den bilateralen Austausch hinaus stehen wir vor der gemeinsamen Aufgabe, uns weiter für die europäische Integration einzusetzen und auch nachfolgende Generationen für das einmalige Projekt Europa zu begeistern.“

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