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EU-Erweiterung, Außen- & Sicherheitspolitik, Europäische Wertegemeinschaft

ZdK | Es braucht europäische Solidarität über Grenzen hinweg

Es besteht die Gefahr, dass besonders die großen Flüchtlingslager wie Moria im Falle einer Infektion innerhalb kürzester Zeit zu einem Camp des Todes werden, Krankheiten sich unter den geschwächten Menschen schnell verbreiten. Gleich ob Cholera oder Coronavirus, in den Lagern drohen schlimmste humanitäre Katastrophen. Das müssen wir verhindern solange wir noch handeln können. Ganz konkret bittet das ZdK die Bundesregierung, entschlossen voranzugehen und unbegleitete Kinder aus den Lagern zu holen. Problematisch ist es, dass das riesige Corona-Hilfspaket, das der Deutsche Bundestage in dieser Woche beschlossen hat, sich ausschließlich auf die innere Sicherheit konzentriert. Es fehlen die Unterstützungsleistungen jenseits der deutschen Grenzen, für die Pandemiebekämpfung in Europa und das solidarische Miteinander weltweit.

Wir appellieren hier an die Bundesregierung und die Europäische Union: Lassen Sie die Menschen in dieser Situation nicht allein. Investieren Sie in stabile Gesundheitssysteme und kurzfristige Hilfeangebote.

Europa hat nicht nur seine Grenzen für Flüchtlinge und Migranten hochgezogen, auch die europäischen Nationalstaaten bauen neue Barrieren auf. Der Sorge um die weitere Ausbreitung der Pandemie wird die Freizügigkeit und das europäische Bewusstsein genommen. Plötzlich zählen für viele nur noch nationale Interessen.

Diese Mitteilung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) ist im Rahmen des EBD Telegramms zu Europäischer Solidarität in der Corona-Krise erschienen.

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