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ZdK | Europäische Lösung honorieren, globale Verantwortung übernehmen

Marc Frings, Generalsekretär des Zentralkommitee der deutschen Katholiken (ZdK), begrüßt die gemeinsame innereuropäische Koordinierung bei der Beschaffung der Impfstoffe gegen das Corona-Virus, um allen Mitgliedstaaten Zugang zu den Vakzinen zu gewährleisten. „Durch den Abschluss von Verträgen mit mehreren Unternehmen konnte das Risiko gestreut werden, da im vergangenen Jahr lange unsicher war, welcher Impfstoff zuerst die Zulassung erhalten würde. Diese Strategie unterstützen wir ausdrücklich und lehnen Überlegungen ab, die Impfstoffbeschaffung auf nationaler Ebene zu verorten. Die derzeitigen Engpässe sind vorrangig auf die begrenzten Produktionskapazitäten zurückzuführen.“ 


Das ZdK plädiert in der Pandemie für grenzüberschreitende Lösungen und lehnt deshalb Grenzschließungen innerhalb Europas ab, „um nicht nur die Gesundheit der Menschen zu schützen, sondern auch Lieferketten und Freizügigkeit zu wahren“, so Frings. 


Zugleich werden die EU und deren Mitgliedsstaaten dazu aufgerufen, sich nachdrücklich für eine globale gerechtere Verteilung der Impfstoffe einzusetzen. Für ein solidarisches weltweites Miteinander reichten die bisherigen Bemühungen wie beispielsweise die COVAX Facility der WHO nicht aus. „Es ist skandalös, dass in nur zehn Ländern mehr als 90% der bisher verabreichten Impfungen durchgeführt wurden, während Milliarden Menschen in vielen anderen Staaten nahezu keinen Zugang erhalten. Gleichgültigkeit ist aus christlicher Sicht keine Option. Angesichts der weltweiten Infektionsraten müssen die in Europa entwickelten Vakzine weltweit zur Verfügung gestellt werden.“

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