Aktuelles > ZdK | Gratulation an Papst und Appell für eine starke EU

Artikel Details:

Europakommunikation

ZdK | Gratulation an Papst und Appell für eine starke EU

Anlässlich des Europatags der Europäischen Union am 9. Mai  hat der europapolitische Sprecher des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Martin Kastler, für eine starke EU plädiert und zur Überwindung alten nationalstaatlichen Denkens aufgerufen.

„Seit Monaten erleben wir, dass Europa nicht geeint die aktuellen politischen und sozialen Herausforderungen angeht“, zeigt sich Martin Kastler enttäuscht. Daher sei es ein besonderes, motivierendes Zeichen in diesen schwierigen Zeiten, dass Papst Franziskus den europäischen Karlspreis erhalten hat. „Das ZdK gratuliert ihm ganz herzlich und wünscht sich auch weiterhin eine starke Stimme von Papst Franziskus für ein gemeinsames Europa.“ Am vergangenen Freitag erhielt Papst Franziskus den Karlspreis für sein Engagement um Europa und seine Einheit. Doch was wir an aktueller Politik erleben zeuge nicht von Solidarität und gemeinschaftlichem Agieren. „Wir müssen wieder neu das europäische Denken und Handeln lernen. Ich bin überzeugt, dass wir mit weniger nationalstaatlichem Denken mehr Wohlstand und Frieden zu den Menschen bringen können“, betont Martin Kastler. „Jede und jeder von uns ist aufgefordert, seine eigene europäische Identität zu prüfen und zu fördern.“

Am 9. Mai 1950 hatte Robert Schuman mit seiner „Pariser Rede“ die Konstruktion eines vereinten Europas in Gang gesetzt. Als ein Mann des Glaubens und ein Friedensstifter hat er zusammen mit den anderen Gründungsvätern Europas den Weg für eine neue Ära auf dem europäischen Kontinent geebnet. Daran erinnert der Europatag.

Einen Beitrag für mehr europäisches Bewusstsein will ein neu eingerichteter Blog „Why the European Union“ auf der Website The Europe Experience leisten. Europäerinnen und Europäer erzählen von ihrem Bezug zum europäischen Projekt und warum sie darauf vertrauen. Kathia (Belgien), Francesco (Italien), Marianne (Frankreich), Henryk (Polen) und sogar Papst Franziskus (Vatikan): Alle ergreifen das Wort und versuchen auf ihre Weise und in ihrer Sprache auf den wachsenden Euroskeptizismus und Populismus unter Europäern Antworten zu geben.