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  • 09.09.2011 - 11:01 GMT
  • ZdK
Institutionen & Zukunftsdebatte

ZdK-Präsident Glück fordert mehr Handlungsfähigkeit für EU

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat an Politik und alle gesellschaftlichen Kräfte einschließlich der Kirchen appelliert , sich engagiert und mutig für die Fortentwicklung einer handlungsfähigen Europäischen Union einzusetzen, um die aktuelle Krise zu bewältigen.

„Der Prozess der europäischen Integration ist in der Vergangenheit immer wieder von schwierigen Phasen begleitet gewesen, so z.B. zuletzt in der Frage einer europäischen Verfassung. Ob es uns gelingt, die derzeitige Schuldenkrise zu meistern, ist jedoch von existenzieller Bedeutung für unsere gemeinsame Währung und den Binnenmarkt und damit auch für die Union als Ganzes“, so Glück vor dem Hauptausschuss des ZdK am Freitag, dem 9. September 2011.

In diesem Zusammenhang begrüßte er auch das jüngste Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Verfassungsmäßigkeit der bisherigen Griechenlandhilfen sowie des europäischen Rettungsschirms bestätigt  und gleichzeitig die Haushaltsautonomie des Bundestages betont sowie dessen Rechte bei der Bewilligung künftiger Hilfsmaßnahmen gestärkt hatte.

Historische Errungenschaften der europäischen Integration wie Sicherung von Frieden und Freiheit und Wohlstand würden heute häufig als selbstverständlich angesehen und neue Begründungen für eine weiter voranschreitende Integration gefordert. „Die heutige Aufgabe Europas ist es, Antworten auf unsere globalisierte Welt zu geben. Diese Antworten kann jedoch nur eine starke Europäische Union geben, in der die Mitglieder solidarisch zueinander stehen, aber auch ihrer Verantwortung innerhalb der Union gerecht werden“, so Glück weiter.

Angesichts zunehmender populistischer, antieuropäischer Strömungen forderte Glück von der Politik wieder mehr Führung und Gestaltungswillen. „Neben der kurzfristigen Krisenbekämpfung benötigen wir  vor allem langfristig tragfähige Konzepte für den Schuldenabbau, zur Regulierung der Finanzmärkte und für eine engere Koordinierung unserer Wirtschafts- und Finanzpolitiken“, forderte Glück.

Glück kündigte an, dass sich die ZdK-Vollversammlung im kommenden November mit der aktuellen Situation der EU auseinandersetzen werde.

 

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