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BVMed | Hygieneforum

Das diesjährige Hygiene forum des Bundesverband Medizintechnologie findet am 10. Dezember statt. Anbei finden Sie die Einladung im Wortlaut:

„Die Experten widmen sich wie jedes Jahr neben den neuesten KRINKO-Empfehlungen den wichtigen Themen im Bereich von Hygiene und Infektionsschutz. Eine Pandemie wie COVID-19, die seit Anfang 2020 die gesamte EU betrifft, macht die Notwendigkeit eines effektiven Infektionsschutzes deutlich. Denn: Jeder Mensch hat das Recht, vor behandlungsassoziierten Infektionen in medizinischen Einrichtungen wie Kliniken, Praxen und Heimen geschützt zu werden. Neben diesem Thema wird es in diesem Jahr beim BVMed-Hygieneforum darum gehen, innovative und hierbei insbesondere digitale Unterstützungsmöglichkeiten in der EU zu beleuchten: Welche Angebote im Bereich Hygiene und Infektionsschutz gibt es heute schon? Wo wären digitale Angebote besonders sinnvoll? Wie kann digitale Kommunikation zwischen den Sektoren in der medizinischen Versorgung und der Pflege für bessere Versorgungsergebnisse sorgen? Es werden Ergebnisse sowie Learnings und mögliche Verbesserungsmaßnahmen in der praktischen Anwendung in medizinischen Einrichtungen präsentiert und diskutiert.

„Ein Großteil der behandlungsassoziierten Infektionen ist vermeidbar, vor allem durch bessere Hygiene. Wir brauchen klare Zielvorgaben und Maßnahmenpläne, um den Grundsatz ‚Prävention geht vor Behandlung‘ mit Leben zu füllen“, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll.

Die häufigsten Folgen von behandlungsassoziierten oder auch „nosokomialen“ Infektionen sind Lungenentzündung, Harnwegs- und Wundinfektionen oder sogar Sepsis (Blutvergiftung). Etwa ein Drittel der Bakterien, die diese Infektionen verursachen, sind gegen Antibiotika resistent. Für die Betroffenen bedeutet dies viel persönliches Leid, aber auch die Gesundheitssysteme werden unnötig und immens belastet.

Der BVMed schlägt in einem aktuellen Positionspapier vier Maßnahmen vor, um einen patientenorientierten besseren Infektionsschutz zu erreichen:

  • Infektionsschutz muss ein dauerhafter Schwerpunkt der EU-Kommission werden – über die Corona-Krise und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft hinaus.
  • Hohe Hygienestandards und effektiver Infektionsschutz setzen ausreichende Ressourcen voraus. Neben dem vermehrten Einsatz gut aus- und regelmäßig weitergebildeten Personals gehören dazu auch spezifische Medizinprodukte.
  • Repräsentative Daten zu nosokomialen Infektionen müssen zukünftig jährlich für medizinische Einrichtungen in der EU beim European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) gesammelt, ausgewertet und veröffentlicht werden.
  • Ziel muss es sein, durch die Umsetzung verbindlicher Hygieneregeln nosokomiale Infektionen in den nächsten fünf Jahren um 20 Prozent zu reduzieren.

Die Referenten des BVMed-Hygieneforums 2020 sind die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, Prof. Dr. Claudia Schmidtke, Prof. Dr. Christine Geffers von der Charité, Dr. Corinna Glasner von der Universität Groningen in den Niederlanden, Prof. Dr. Markus Golling vom Klinikum Schwäbisch Hall, Christoph Lassahn von den Diakovere Krankenhäusern Hannover, Dr. Andreas Maxeiner von der Charité, Dr. Heide Niesalla vom Bode Science Center, Ines Perea vom Bundesministerium für Gesundheit, Wolfgang Philipp von der Europäischen Kommission, Petra Springer von der Hygiene-Fachschule Berlin sowie Dr. Nicole Steinhorst von Schülke & Mayr. Moderiert wird das BVMed-Hygieneforum vom stellvertretenden BVMed-Vorstandsvorsitzenden Dr. Manfred W. Elff sowie der Sprecherin des BVMed-Fachbereiches Nosokomiale Infektionen (FBNI), Delia Strunz. Das Forum findet vor Ort in Berlin sowie online statt. Programm und kostenfreie Anmeldung unter www.bvmed.de/hygieneforum2020.

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