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DGB, Hans-Böckler-Stiftung | Verteilungskonferenz: Gerechter ist besser!?

Die Ungleichheit der Einkommen und Vermögen ist hierzulande größer als in vielen anderen Industriestaaten. Die Zahl der Superreichen und ihre Vermögen nehmen stetig zu. Auf der anderen Seite wächst aber auch die Zahl der von Armut betroffenen Menschen – und das trotz guter wirtschaftlicher Lage und eines sehr robusten Arbeitsmarktes. Wenige haben viel, viele haben wenig. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Die Wirtschaft ist aufgrund der in den vergangenen Jahrzehnten zunehmenden Ungleichheit hinter ihren Wachstumsmöglichkeiten zurückgeblieben. Und die rechtspopulistischen, nationalistischen und antieuropäischen Tendenzen in Teilen unserer Gesellschaft sind auch Ausdruck dessen, dass sich ein wachsender Teil der Bevölkerung zunehmend aus der Gesellschaft ausgegrenzt fühlt. Stark wachsende Ungleichheit schadet nicht nur der Wirtschaft, sie ist auch sozial ungerecht und verbaut Menschen Lebenschancen.

All diese Entwicklungen sind kein Naturgesetz. Sie sind die Folge politischer Entscheidungen. So wurde etwa der Spitzensteuersatz in den letzten Jahrzehnten mehrfach abgesenkt, was eine verringerte Umverteilung von oben nach unten zur Folge hatte. Es wird Zeit, die vorhandenen verteilungspolitischen Stellschrauben zu nutzen und weitere Instrumente zu schaffen, um die wachsende soziale Spaltung in Deutschland zu beenden. Ob Löhne, Steuern oder Mieten – es gibt zahlreiche Ansatzpunkte, das Leben für alle gerechter zu machen.

Auf der Veranstaltung „Gerechter ist besser – aktuelle verteilungspolitischen Herausforderungen“, die das WSI in Kooperation mit dem DGB durchführt, möchten wir am 17. Oktober 2019 in Berlin über die Hintergründe der wachsenden Ungleichheit diskutieren. Vor allem aber möchten wir gemeinsam nach Lösungen der Verteilungsfrage suchen.

Programm

10:00 Begrüßung

Stefan Körzell, Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

10:15 Keynote

Wie steht es um die soziale Ungleichheit in Deutschland?
Dr. Dorothee Spannagel, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung

11:00 Streitgespräch: Ungleichheit: (K)ein Problem?

Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW)
Prof. Dr. Peter Bofinger, Universität Würzburg, ehem. Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

13:15 Parallele Diskussionsforen

1. Ungleichheit und die Rolle von Steuern
Dr. Josef Rick, Immobilien-Unternehmer, Geschäftsführer und Gesellschafter Schäper + Rick Gruppe
Dr. Katja Rietzler, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung
Moderation: Raoul Didier, DGB

2. Wohnen als Problem sozialer Ungleichheit
Stephan Junker, Deutsche Wohnen & Co Enteignen
Lukas Siebenkotten, Präsident des Deutschen Mieterbundes
Moderation: Dr. Maximilian Fuhrmann, DGB

14:45 Podiumsdiskussion: Was tun gegen die soziale Schieflage?

Hermann Gröhe, stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU
Dr. Robert Habeck, Parteivorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, SPD
Katja Kipping, Parteivorsitzende Die Linke
Christian Lindner, Parteivorsitzender FDP
Stefan Körzell, Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand DGB

16:15 Zusammenfassende Schlussworte

Stefan Körzell, Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand DGB

Moderation: Dr. Julia Kropf

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des DGB.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Ina Oschmann (Ina.Oschmann@dgb.de).

Weitere Informationen:

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