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Schwarzkopf-Stiftung | Leere Versprechen oder eine echte Perspektive? Die EU und der Westbalkan

Im Zuge des Krieges in der Ukraine und den Gesprächen über einen EU-Beitritt des Landes, rückten in den letzten Tagen auch der Westbalkan und seine Beziehungen zur Europäischen Union wieder vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit. So betonte beispielsweise die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock bei einem Besuch in Bosnien, dass das Land zu Europa gehöre und versprach, intensiver und schneller an einer Beitrittsperspektive zu arbeiten. Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell warb für einen EU-Beitritt der Länder. In Aussicht gestellt wurde dieser den Staaten des Westbalkan jedoch schon vor vielen Jahren. Tatsächliche Gespräche begonnen haben bisher allerdings nur Serbien und Montenegro, und auch diese Verhandlungen geraten seit einiger Zeit ins Stocken. Inzwischen scheint der Frieden, der seit dem Ende der Westbalkankriege der 90er Jahre in der Region existierte, auf wackeligen Füßen zu stehen. So gibt es beispielsweise in Bosnien-Herzegowina Bestrebungen der bosnischen Serben, sich von dem Staat abzuspalten. Angst vor einem Bürgerkrieg wächst. Experten warnen, dass der Krieg in der Ukraine die Instabilität der Region nun weiter verschärfen könnte. Wie also ist die Lage derzeit und besteht eine echte Chance auf einen EU-Beitritt der Westbalkanstaaten? Gerald Knaus, Gründungsdirektor der Denkfabrik European Stability Initiative (ESI) ist unser Gast.

Welche Konflikte stehen einem Beitritt der Länder zur EU momentan entgegen? Wie kann ihre Eskalation vermieden werden? Welche Folgen hat es, dass der Beitrittsprozess sich bereits so lange hinzieht? Welche Positionen vertreten die Mitgliedsstaaten derzeit bezüglich eines Beitritts, welche Unterschiede gibt es hier und wie können Differenzen überwunden und eine gemeinsame Position gefunden werden? Welche Rolle spielen Russland und China in den Beziehungen zwischen der EU und dem Westbalkan? Welche Interessen hat Russland in der Region? Wie wird der Krieg in der Ukraine die Beziehungen zwischen EU und Westbalkan beeinflussen? Diese und weitere Fragen wollen wir mit Ihnen und Gerald Knaus diskutieren. Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr. Wir bitten um verbindliche Anmeldung bis zum 23.03.2022 online oder per E-Mail. Die Zugangsdaten erhalten Sie am Veranstaltungstag. Der Online-Talk findet via Zoom statt, Voraussetzung ist ein Internetzugang vorzugsweise über PC, Tablet oder Smartphone. Eine Teilnahme über Telefon ist mit eingeschränkter Nutzung möglich. Fragen können während des Gesprächs sowohl schriftlich als auch mündlich gestellt werden.

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